30. November 2014

[Rezension] - Raven Stone: Wenn Geheimnisse tödlich sind (Joss Stirling)






Verlag: dtv Verlag
Übersetzt von: Michaela Kolodziejcok
Reihe: Trilogie (?)
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 416
Altersempfehlung: ab 12
Preis: 16.95 € [D]
ISBN: 978-3-423-76097-3
Bildquelle: © dtv Verlag






Klappentext

„In letzter Zeit gehen seltsame Dinge an dem Eliteinternat vor sich, das Raven Stone besucht. Schüler verschwinden spurlos, ihre beste Freundin wendet sich plötzlich von ihr ab . . . Also beschließt Raven, der Sache auf den Grund zu gehen. An Ravens Seite ist der neue Mitschüler Kieran. Er ist superintelligent und weiß einfach alles - und geht Raven damit ziemlich auf die Nerven. Andererseits fühlt sie sich sehr zu dem rätselhaften, ungemein attraktiven Jungen hingezogen. Aber kann sie ihm wirklich vertrauen?“ (Quelle: www.dtv-dasjungebuch.de)

Gestaltung
Die Farbgebung passt sehr schön zur „Finding Sky“-Trilogie, der anderen Buchreihe von Joss Stirling, die ebenfalls beim dtv Verlag erschienen ist. Auch die Gestaltung, vor allem das Verschnörkelte und die Blumen, passt vom Stil her sehr gut zu dieser Reihe. Schön finde ich an dem Cover vor allem das Haus am oberen Bildrand und die Rosenranken. Die beiden Schattenfiguren des Mädchens und des Jungens in der Covermitte wirken meiner Meinung nach etwas zu plump und auch dieser leicht rote (eventuell auf alt getrimmte?) Rand irritiert mich etwas, aber ansonsten finde ich das Cover wirklich sehr schön.

Meine Meinung
Erzählt wird Joss Stirlings neuer Roman „Raven Stone“ in der 3. Person, wobei der Erzähler sich hauptsächlich auf die Gedanken und Gefühle der Protagonistin Raven konzentriert.  Die Sprache ist leicht zu lesen, allerdings tendiert sie in manchen Dialogen und Gesprächen dazu etwas betont zu umgangssprachlich und zu jugendlich zu sein. Dies steht im Kontrast zu den Erzählerpassagen, in denen teilweise Fachbegriffe vorkommen, die normalerweise nicht Teil der jugendlichen Sprache sind (Beispiel: Welcher Teenager nutzt Worte wie „infantil“?). Dies sorgt das ein oder andere Mal dafür, dass man als Leser einen  Moment stutzt und irritiert ist aufgrund des Sprachwechsels.

Bereits im ersten Kapitel der Geschichte trifft Raven auf den im Klappentext erwähnten neuen Mitschüler Kieran, der zusammen mit seinem besten Freund von seiner alten Schule geflogen ist und nun Ravens Schule besucht. Natürlich bleibt es da auch nicht aus, dass Raven betont, wie „heiß“ und gutaussehend Kieran und sein Freund Joe sind. Und schon da wird klar: die Figuren sind bestimmten Mustern entnommen.

Raven ist die Außenseiterin, die graue Maus mit der schweren Vergangenheit. Ihr tägliches Schulleben ist ein Kampf mit ihren Mitschüler(inne)n und deren Gemeinheiten/Mobbingattacken, wobei sie nur die obligatorische einzige beste Freundin hat (wie es bei Figuren dieses Musters typisch ist). Trotz dass Raven diesem Muster „entspringt“ wirkt sie sehr sympathisch auf den Leser, da sie dem arroganten Kieran von der ersten Begegnung an Paroli bietet. Kieran ist hingegen der typische superschlaue, gutaussehende männliche Protagonist. Er analysiert alles, weiß alles und macht auch keine Fehler. Diese Muster werden bei den Charakteren teilweise recht klar und etwas überzogen dargestellt. An manchen Stellen waren die Muster einfach zu klischeehaft und zu klar, sodass man als Leser schon bestimmte Reaktionen erwartet hat (die dann auch kamen).

Bei „Raven Stone“ gibt es, anders als in der „Finding Sky“-Reihe, auch keine paranormalen Elemente. Hier dreht sich alles um Jugendliche, die als Agenten tätig sind. Somit wagt sich Autorin Joss Stirling an einen anderen Bereich des Jugendbuchgenres heran und kreiert auch hier in gewohnter Manier eine sehr schöne Geschichte. Vor allem spannende Momente und die mit dem Agentensein einhergehende Action haben mir sehr gut gefallen. Aber durch die Beziehung zwischen Raven und Kieran gibt es auch so einige „Liebesmomente“. Denn so gegensätzlich die beiden zu Beginn auch erscheinen mögen, weiß man dennoch als Leser, dass die beiden zusammengehören.

Fazit
Mit „Raven Stone“ wagt sich die Autorin der „Finding Sky“-Trilogie, Joss Stirling, weg von paranormalen Elementen hin zu Jugendagenten und kann auch in diesem Bereich des Jugendbuchgenres überzeugen. Nicht nur Liebe, sondern auch Action oder das Thema des Mobbings in der Schule finden in diesem Reihenauftakt ihren Platz. Allerdings stechen die typischen Muster, denen die Figuren entnommen sind, stark ins Auge, sodass erfahrene Leser so manch eine Reaktion vorhersehen können. Auch werden in den Erzählerpassagen teilweise Fachbegriffe(z.B. infantil, Korruption) genutzt, die nicht zu den jugendlichen Figuren passen.
Knappe 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Raven Stone 01 – Wenn Geheimnisse tödlich sind
2. Stung (engl. 05. Februar 2015)
3. ???

Kommentare:

  1. Guten Morgen :)
    eine tolle Rezi, und ein Buch mehr für meine Wunschliste! Ich bin ja sehr froh das Listen nicht platzen können ;)

    Liebe Grüße

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    1. Huhu Nenatie! :)
      Oh ja, wie wahr! Gut, dass Listen ins unendliche steigen können und dass Papier geduldig ist ;D
      Aber Weihnachten steht ja vor der Tür, das ist doch die Gelegenheit, die Liste etwas zu kürzen! ;)
      Ganz liebe Grüße!

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  2. Hey, liebste Skyline:)
    Eine sehr schöne Rezi und was soll ich sagen: unsere Kritikpunkte ähneln sich doch wirklich wieder einmal, oder? Die Fremdwörter, die Klischees, aber du hast dann ja sogar noch etwas besser im Fazit bewertet (ich hatte doch einen weniger, oder? Siehste, kann mich nicht einmal mehr dran erinnern...). Ich mochte die andere Serie von der Autorin einfach lieber, auch wenn sie etwas kitschig ist, aber manchmal braucht man auch Kitsch;)

    Dir noch einen wunderschönen und kuscheligen 1. Advent - bei uns gibt´s gleich Waffeln und "Drachenzähmen leicht gemacht 2" :)
    <333

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    1. Huhu Claudia! :)
      Ich hab eben erstmal deine Rezi gelesen(ich kannte ja nur das Fazit ;)) und ja du hast Recht! :) Gedankenübertragung? :D Mich haben einfach diese Fachbegriffe/Fremdwörter irritiert, weil ich mich immer gefragt habe, ob Jugendliche von 16/17 Jahren so reden. Die Klischees bei den Figuren hab ich irgedwann dann nicht mehr ganz so schlimm empfunden (vielleicht weil ich mich dann dran gewöhnt hatte). Ja, du hattest 3 Sterne :) Aber das konnte ich "Raven Stone" dann doch nicht geben, so im Vergleich zu den anderen 3 Sternebüchern, die ich in der letzten Zeit gelesen hatte, war es eindeutig besser als die :D Ohje, das klingt jetzt so, als hätte ich in der letzten Zeit nur "schlechte" Bücher gelesen :D
      Wahhh Ohnezahn find ich ja sooo süß! :) Den Film muss ich auch noch irgendwann mal schauen! ;) Und Waffeln könnt ich auch mal wieder machen...wobei...besser nicht, ich hab so viele Plätzchen gebacken, ich fühl mich schon wie eine Weihnachtskugel :D
      Jetzt geh ich erstmal dein erstes Türchen angucken ;)
      <3<333

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  3. und schwupps, ein neues Buch wandert auf meine WuLi :D

    Bööööse Sky, ganz böse!

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    1. *g* Wer? Iiiiiich? Niemals! :D Dein diabloisches Wesen hat auf mich abgefärbt ;)

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  4. Argh, Sky, wieso tust du mir das an xD?

    Claudia? hatte das Buch nicht so dolle befunden, ich habs daher schon aus meiner WuLi gestrichen, aber was du hier so auflistest, klingt wieder positiv. xD Was mach ich jetzt bloß? *Zittrig auf Amazon bin und das Buch auf meine WuLi packen MÖCHTE, mich aber net traue :(( *

    UFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFF...dass muss jetzt erst mal sacken. *Fühl dich vollstens für verantwortlich, dass ich hier jetzt am neuentscheiden bin ^^*

    Es grüßt wieder
    ~ Jack

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    1. Hello again Jack!
      :D Oh nein, jetzt hab ich dich in einen Gewissenskonflikt gebracht, das tut mir leid!
      Ich mag es halt, wenn es ein wenig...actionreicher zu geht :D Aber ansonsten habe ich ähnliche Kritikpunkte wie die liebe Claudia hatte :)
      Aber wenn du auf Kitsch stehst, ist die "Finding Sky" Reihe vielleicht eher geeignet. In "Raven Stone" bleibt der Kitsch und die Romantik eher im Hintergrund ;) (was ja manchmal auch gut sein kann).
      Liebe Grüße zurück ;)

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