4. März 2015

[Rezension] - Einfach Schicksal (Cat Patrick, Suzanne Young)






Verlag: ONE Verlag
Übersetzt von: Anja Malich
Reihe: Einzelband
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 301
Altersempfehlung: ab 14
Preis: 16.99 € [D]
ISBN: 978-3-8466-0010-8
Bildquelle: © ONE Verlag






Klappentext
„Gehen oder bleiben? Caroline steht vor der Wahl: Soll sie ihrer sterbenden Großmutter beistehen oder doch zur Party gehen, wo sie die Liebe ihres Lebens treffen könnte?

In Einfach Schicksal lebt Caroline beide Möglichkeiten und muss lernen, mit den Konsequenzen ihrer Entscheidungen klarzukommen. Klar, man kann das Leben nicht zurückspulen und Entscheidungen anders treffen. Aber keine Angst, letztlich gibt es doch mehr als einen Weg zum Happy End, oder?“ (Quelle: https://www.luebbe.de/one/)

Gestaltung
Bei der Gestaltung von „Einfach Schicksal“ gibt es eine Besonderheit: auf dem Cover ist ein Wackelbild angebracht. So sieht man das Mädchengesicht aus zwei verschiedenen Perspektiven. Einmal wirkt es so, als schaue sie über ihre Schulter direkt den Leser an. Auf dem anderen Bild wirkt es eher so, als schaue sie in die weite Ferne, um sich den Horizont anzusehen. Ich habe bisher noch kein Buch gesehen, dass ein Wackelbild und somit zwei Cover hatte und bin total begeistert von dieser Idee. Zumal es auch sehr schön die Geschichte der Protagonistin Caroline widerspiegelt, denn diese kann zwischen zwei möglichen Wege wählen. Sie hat zwei verschiedene Entscheidungsmöglichkeiten, zwei Richtungen – genau dies verdeutlichen die beiden verschiedenen Gesichter auf dem Cover.

Meine Meinung
„Einfach Schicksal“ ist nicht nur aufgrund seiner Aufmachung ein ganz besonders Buch, sondern auch wegen seines Inhaltes.  Das Buch beginnt mit einem Kapitel, in dem das „Vorher“ geschildert wird. Deutlich gemacht wird dies auch dadurch, dass unten neben der Seitenzahl immer „vorher“ steht. Am Ende dieses ersten Kapitels, der auch als Prolog angesehen werden kann, stehen Caroline zwei Entscheidungsmöglichkeiten zur Auswahl. Entweder sie geht auf eine Party und trifft dort eventuell den Jungen ihres Lebens oder aber sie bleibt bei ihrer Großmutter, die sie über alles liebt und die wie eine Mutter für sie ist.

Nach diesem Einstieg werden in „Einfach Schicksal“ die  beiden Wege, die Caroline wählen kann, abwechselnd durchgespielt. Dabei wird hier neben den Seitenzahlen in „gehen“ oder „bleiben“ unterschieden, sodass der Leser eine kleine Orientierungshilfe hat, wenn er der Protagonistin durch die beiden Varianten, wie ihr Leben weiter verlaufen könnte, folgt.

Caroline erlebt also in diesem Buch beide Wege, die völlig verschieden voneinander sind. Die Idee dies mittels der kleinen Worte neben den Seitenzahlen zu verdeutlichen und grafisch darzustellen (die Schriftart der Worte „gehen“ sowie „bleiben“ hebt sich deutlich vom Rest des übrigen Textes ab), gefällt mir sehr gut. Und hätte ich nicht diese optische Hilfe gehabt, so wäre ich sicher beim Lesen des Öfteren durcheinander gekommen, denn als Leser muss man wirklich aufpassen, welche Entscheidung gerade durchgespielt wird. Gerade zu Beginn kann man hier schnell noch verwirrt werden und den Überblick verlieren.

Mit dem Verlauf der Handlung gewöhnt man sich als Leser auch immer mehr an den Wechsel zwischen den beiden Möglichkeiten und man „lebt sich ein“, in die verschiedenen Ereignisse von „gehen“ und „bleiben“. Je mehr man liest, desto einfacher fällt es einem, die beiden Handlungsstränge auseinander zu halten und zu sortieren, welches Geschehnis in welche Entscheidungsmöglichkeit fällt (ohne dass man sich an den optischen Hilfen orientieren muss).

Erzählt wird aus Carolines Sicht. Ihre Ich-Perspektive ermöglicht es dem Leser dabei sehr gut, sich in sie hinein zu fühlen. Dies liegt aber auch nicht zuletzt an dem Schreibstil der beiden Autorinnen. Sie schreiben sehr einfühlsam und dennoch locker leicht. Dabei haben sie es auch manchmal geschafft, mir ein kleines Schmunzeln auf das Gesicht zu zaubern.

Die unterschiedlichen Charaktere, allen voran Caroline, haben mir zudem sehr gut gefallen, da sie einfach sehr menschlich und greifbar sind. Sie handeln für mich nachvollziehbar, sind nicht perfekt (wie es sonst oft bei vielen Buchfiguren der Fall ist) und könnten auch so in unserer realen Welt existieren. Ganz normale Menschen wie du und ich, die ich alle auf Anhieb sehr gern hatte!

Fazit
Ein wundervolles Buch, das die Auswirkungen verschiedener Entscheidungen verdeutlicht und zum Nachdenken anregt.  „Einfach Schicksal“ ist nicht nur optisch ein wahrer Hingucker, sondern überzeugt auch durch seinen inneren Aufbau und seine Tiefe. Als Leser wird einem vor Augen geführt, was die eigenen Entscheidungen alles bewirken können. Dadurch, dass zwei Handlungsstränge im Wechsel beschrieben werden ist es für den Leser allerdings gerade zu Beginn etwas schwierig die Übersicht zu behalten. Erst nachdem man sich an die Handlung gewöhnt hat, kann man die verschiedenen Ereignisse schneller den Entscheidungsmöglichkeiten des „Gehens“ oder „Bleibens“ schneller zuordnen.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Kommentare:

  1. Huhu mein Laura-Mäuschen <3

    wie immer eine wirklich tolle Rezension, die auf jeden Fall neugierig auf das Buch macht :). Das Cover finde ich ja richtig cool, schöne Idee.

    Drück dich, Küsschen, deine Ally

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    1. Huhu Allylein <3

      Danke meine Liebe <3 :) Bei der nächsten Rezi versuch ich dann endlich mal einen Inhalt zusammenzufassen :D Ich bin schon gespannt, ob ich scheitern werde oder nicht. Aber ein paar hab ich noch mit Klappentext vorbereitet >.<

      Dieses Buch ist aber auch eindeutig was für dich! :) Nicht nur weil das mit dem Cover so cool ist, sondern auch weil der Inhalt echt schööön war :) (wenn auch etwas verwirrend zu beginn :D).

      Küsschen :-* <3

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  2. Guten Morgen,

    bis eben kannte ich das Buch noch gar nicht.
    Doch deine tolle Rezi sorgt dafür, dass ich dies gern ändern mag.

    Liebe Grüße,
    Hibi

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    1. Hi Hibi!

      Das freut mich natürlich sehr! :) Das Buch hat echt mehr Aufmerksamkeit verdient ;)

      LG

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  3. Hallo Laura,

    eine schöne Rezi und manchmal wäre es schon klasse, wenn man sein Leben zurück spulen könnte, um Entscheidungen anders treffen zu können ..... Auch wenn das Buch, glaube ich, weniger etwas für mich ist, finde ich den Perspektivwechsel (dies hatte ich bei "Sorry" von Zoran Drvenkar) mit - danach; davor und dazwischen - und es ist mal etwas anderes beim Lesen, aber mal so zwischendurch so ein Buch lesen ist da nicht förderlich. Dafür brauchst Ruhe!

    Drück dich und liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Huhu Uwe!

      Das wäre wirklich klasse, wenn das gehen würde! Ich glaub, das würde ich sogar sofort mal ausprobieren und machen. Ich musste jetzt gerade an diesen Film denken mit dem Mann mit der Fernbedienung, der konnte ja auch vor und zurückspulen :D
      Ja für so zwischendurch kann man solche Wechsel zwischen verschiedenen Zeiten schon mal lesen, aber dauerhaft? Das würde mein Gehirn zu sehr verwirren :D Ich hab ja schon Schwierigkeiten bei Zeitreisen und Zeitkontinui (wenn das denn das Plural von Zeitkontinuum ist :D).
      Küsschen :-*

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