21. April 2015

[Rezension] - Dangerous Visions (Aprilynne Pike)






Verlag: cbj Verlag
Übersetzt von: Karen Gerwig
Reihe: Trilogie
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 384
Altersempfehlung: ab 13
Preis: 16.99 € [D]
ISBN: 978-3-570-15994-1
Bildquelle: © cbj Verlag






Klappentext
„Viele träumen davon, für die 16-jährige Charlotte ist es ein Fluch: in die Zukunft blicken. Denn Charlotte ist ein Orakel und wird von Visionen heimgesucht – und sie muss dagegen ankämpfen, um jeden Preis. Nichts ist schlimmer als die Zukunft zu ändern, das hat Charlotte im Alter von sechs Jahren am eigenen Leib erfahren. Damals hat sie einen Unfall verursacht, bei dem ihr Vater starb. Doch als Charlotte es einmal nicht schafft, eine sehr mächtige Vision zu bekämpfen, sieht sie etwas, das ihr schier den Atem nimmt: Eine Mitschülerin liegt auf dem Footballfeld der Schule – ermordet. Am nächsten Morgen sind diese Bilder auf jedem Fernsehsender zu sehen, und nach einer weiteren Mordvision beschließt Charlotte zu handeln: Sie will in die Vision zurückkehren und den Mord verhindern. Etwas, das sie niemals tun dürfte …“ (Quelle: http://www.randomhouse.de/cbj/)

Gestaltung
Düsteres Grün gemischt mit rosefarbenen Schuhen! So weckt das Cover direkt die Aufmerksamkeit des Betrachters. Die hellen Ballerinas stechen durch die dunklen Hintergrundfarben sofort hervor. Ansonsten ist das Cover allerdings nicht sehr besonders. Vermutlich symbolisieren die Schuhe Protagonistin Charlotte oder aber verschiedene Mädchen, die sie in ihren Zukunftsvisionen sieht. Der zentrierte Titel ist in einer schlichten Schriftart gehalten. Allgemein begeistert mich das Cover aber nicht besonders. Es ist ganz nett anzusehen, aber kein wirklicher Hingucker, der Begeisterungsstürme in mir hervorruft.

Meine Meinung
Ich muss leider sagen, dass ich "Dangerous Visions" mit gemischten Gefühlen gegenüberstehe. Ich fand es zu Beginn spannend, aber das letzte Drittel hat mich wirklich sehr verwirrt. Es gab einiges, das ich gar nicht durchblicken konnte (z.B. warum die Tante der Protagonistin Charlotte sie ihr Leben lang angelogen hat) und am Ende war ich einfach nur noch durcheinander. Aber erstmal der Reihe nach, beginnen wir von Anfang an.

In diesem Roman geht es um Charlotte, eine Jugendliche, die von Visionen heimgesucht wird. Sie sieht zukünftige Ereignisse voraus und beginnt im Handlungsverlauf mit Versuchen diese zu verhindern oder verändern. Mit Charlotte konnte ich sehr gut mitfiebern, da sie nicht die typische starke Heldin der Geschichte ist, sondern eigenes Leid kennt und durch ihre Gabe der Visionen innerlich wächst.

Ich habe mit der Protagonistin mitgefühlt. Wurde sie von ihren Visionen „geplagt“, so hatte ich Mitleid. Wurde sie von ihren Mitschülern ausgeschlossen oder sehnte sie sich nach Freunden, so hätte ich ihr gerne Beigestanden. Jedoch war Charlotte auch die einzige Figur, die derartige Gefühle im Leser geweckt hat. Die anderen Nebenfiguren blieben meiner Meinung nach eher blass, da der Leser sie kaum kennen lernte. Eine Einsicht in die Gefühle oder Gedanken erhielt man leider nicht.

Von der Autorin Aprilynne Pike habe ich bisher noch kein Werk gelesen und darum war ich sehr gespannt auf ihre Art zu schreiben und darauf, wie es sich so liest. Und ich muss eindeutig sagen, dass ich gut mit ihrem Schreibstil klar gekommen bin. Ich konnte ihn ohne zu Stocken lesen und auch die Wortwahl war verständlich.

Allerdings waren die ganzen übernatürlichen Geschehnisse am Romanende schwer zu durchschauen und nachzuvollziehen. Irgendwann habe ich einfach den Überblick verloren, was eigentlich genau passiert. Zudem erschienen mir einige Szenen ziemlich brutal (u.a. werden Menschen von Teenagern brutal erstochen), fast schon zu brutal für ein Jugendbuch.

Da es sich hierbei voraussichtlich um eine Trilogie handelt, bin ich allerdings gespannt, wie es im Folgeband weiter gehen soll. Ich erhoffe mir weniger Brutalität und eine tiefere Verbindung zwischen dem Leser und allen weiteren Figuren (nur mit der Protagonistin reicht mir einfach nicht aus!). Daher werde ich Band zwei auf jeden Fall eine Chance geben!

Fazit
„Dangerous Visions“ startet durchaus vielversprechend, allerdings ist das Ende etwas chaotisch und undurchsichtig geraten. Zu Anfang kann man sich als Leser mit Charlottes Geschichte wirklich mitreißen lassen, auch wenn es so manch eine brutale Szene gibt. Leider blieben für meinen Geschmack die Figuren zu wenig beleuchtet. Als Leser lernt man nur Charlotte kennen und lernt mehr über sie kennen, zu allen anderen Figuren kann man keinen richtigen Draht aufbauen.
3 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Dangerous Visions
2. Sleep of Death (auf engl. Bereits erschienen)
3. ???

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