21. August 2015

[Rezension] - Auf eine wie dich habe ich lange gewartet (Patrycja Spychalski)






Verlag: cbt Verlag
Übersetzt von: -
Reihe: Einzelband
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 320
Altersempfehlung: ab 14
Preis: 9.99 € [D]
ISBN: 978-3-570-30973-5
Bildquelle: © cbt Verlag






Klappentext
„Ab ans Ende der Welt, heißt es für Großstadtmädchen Laura – dort, wo sich höchstens die Wildgänse und Mamas neue Hühner gute Nacht sagen. Wie soll sie es da nur aushalten? Aber das piefige Kaff hat dann doch etwas zu bieten: Enzo, den süßen Neffen des Pizzeriabesitzers, und Irina, das hübsche, durchgeknallte Mädchen, mit dem Laura sich auf Anhieb versteht, Musik hört, am Bach herumliegt und … dann passiert es: Auf einer Party küsst Irina Laura – und Laura küsst Irina. Doch so unerwartet schön, so schrecklich verwirrend sind ihre Küsse auch. Bin ich lesbisch?, googelt Laura. Und wenn ja, warum dann dieses irre Kribbeln, wenn sie Enzo sieht?“ (Quelle: www.randomhouse.de/cbt)

Gestaltung
Blauer Himmel, kleine Wölkchen und ein Schwarm Vögel zieren das Cover von „Auf eine wie dich habe ich lange gewartet“. Die Schrift des Titels ist dabei einerseits sehr klar und deutlich zu lesen, andererseits ein wenig verschnörkelt, wodurch die Schriftart auch ein wenig verträumt wirkt. Mir gefällt das Cover sehr gut, da ich das Hintergrundmotiv mit dem Himmel und den Vögeln superschön finde und auch die Positionierung des Titels in Zusammenhang mit dem Bild perfekt passt.

Meine Meinung
Vorrangig aufgrund des spektakulären Covers habe ich „Auf eine wie dich habe ich lange gewartet“ in die Hand genommen. Als ich dann entdeckt habe, dass es ein Werk von Patrycja Spychalski ist, war für mich klar: das liest du! Ich habe zwar bisher noch kein anderes Werk der Autorin gelesen, aber nur gutes darüber gehört. Darum war es nun an der Zeit, dass ich mir selbst ein Bild mache.

Die Handlung dreht sich um Protagonistin Laura, welche mit ihrer Familie von der Stadt aufs Land zieht. Hiervon ist Laura natürlich alles andere als begeistert. Sie muss nicht nur ihre Freunde zurücklassen, sondern auch viele Freuden, die es auf dem Land nicht gibt. Doch zum Glück lernt sie Enzo und Irina kennen und freundet sich mit ihnen an. Doch schnell ist klar, dass zwischen den dreien mehr ist als nur Freundschaft…

Was nun zunächst nach einer verzwickten Dreiecksgeschichte klingen mag, ist hier absolut nicht der Fall. Ohne den Klappentext gelesen zu haben, hat nur der Titel in mir bestimmte Erwartungen an die Handlung geweckt. Doch was würde ich überrascht, als dann nichts davon eintraf! Ich lernte zunächst Laura kennen, anschließend Enzo und schnell war bei mir im Kopf der typische Gedanke vorhanden, dass diese beiden Figuren am Ende zusammen kommen würden. Doch dabei hatte ich Irina vollkommen außen vor gelassen und nicht auf dem Schirm! Auch zwischen ihr und Laura entwickelt sich ein zartes Band.

Das Thema der Homosexualität und der sexuellen Orientierung wird aktuell immer häufiger in Romanen aufgegriffen. Ich finde das gut, da wir so dazu angeregt werden, über diese Themen zu reden, denn gleichgeschlechtliche Liebe ist immer noch nicht überall genauso anerkannt wie Heterosexualität.

Erzählt wird „Auf eine wie dich habe ich lange gewartet“ aus der Ich-Perspektive von Laura. Der Schreibstil der Autorin ist dabei sehr gut zu verstehen und sprachlich nicht zu komplex gehalten, sodass ich den Roman lesen konnte ohne ins Stocken zu geraden. Für Einsichten in die Innenwelt dieser Figur ist dieser Erzählstil natürlich auch sehr passend. Allerdings fand ich diesbezüglich, dass Laura nach dem Kuss mit Irina viel zu locker und zu wenig verunsichert war. Es war ihr erster Kuss mit einem Mädchen und sie hat es einfach so weggesteckt.

Auch Irina hat mich im letzten Romanabschnitt ziemlich aufgeregt, da sie sehr unüberlegt handelt und neu gewonnene Freunde einfach so links liegen lässt. Wobei ich persönlich sowieso mit Irina nicht so viel anfangen konnte, da sie mir einfach zu flatterhaft war. Enzo mochte ich dafür umso lieber. Er schraubt gerne an Mofas rum, ist ein wenig schüchtern und man merkt ihm seit seinem ersten Auftreten an, dass er Laura gerne mag.

Fazit
Wer für den Sommer noch nach einer luftig leichten Geschichte sucht, der wird mit „Auf eine wie dich habe ich lange gewartet“ voll auf seine Kosten kommen! Neben einem angenehmen sprachlichen Stil finden sich in diesem Roman vor allem auch sehr interessante Themen, die auf jeden Fall Diskussionen aufkommen lassen werden.
4 von 5 Sternen!

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Einzelband

Kommentare:

  1. Hei c:
    Sehr schöne Rezi! Habe hin und her überlegt, ob mir das Buch wohl gefallen würde.
    Aber deine Rezi hat mich nun positiv gestimmt - ich denke, dass ich es kaufen werde :D

    Ganz viele liebe Grüße,
    Michelle ☼♥

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    1. Huhu Michelle!

      Danke! <3 Ich bin gespannt, wie es dir gefallen wird! Ich hatte ja erst ganz andere Erwartungen an das Buch wegen dem Titel..wobei sie einerseits erfüllt wurden und andererseits aber erst so ein Überraschungsmoment da war. Vielleicht hast du das ja auch beim Lesen, dann verstehst du was ich meine! (ich will nämlich nichts genaueres verraten! ;) ).

      Ganz liebe Grüße und ein cooles Wochenende!

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  2. Ich finde ja, dass das Ende dem Buch das besondere genommen hat und die Message deswegen abgeschwächt wurde, deswegen war das Buch nichts besonderes für mich. Aber die ersten 2/3 haben mich gut unterhalten! :)
    LG ♥

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    1. Ich war überrascht, dass es am Ende dann doch so gekommen ist, wie ich es am Anfang eigentlich erwartet/gedacht habe. Aber Irina.......grrr. Was hat sie mich da aufgeregt!
      Liebe Grüße!

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  3. Hallo Laura,

    eine schöne Rezi und ich gebe dir absolut recht, dass das Thema Gleichgeschlechtliche Liebe leider noch immer ein großes Tabuthema in unserer Gesellschaft ist. Mir persönlich ist es egal, welche sexuelle Neigung die Frau/Mann hat, denn der Mensch an sich sollte im Vordergrund stehen. Ebenso die Freundschaft zwischen Mann und Frau wird immer wieder über das sexuelle dargestellt, als ob es nicht möglich ist - nur - befreundet zu sein. Diese Engstirnichkeit und Intolleranz mag ich absolut nicht. Soll doch jede(r) das Ausleben, was sie/er möchte. *Grr, da könnte ich mich aufregen drüber *

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Hey Uwi! <3

      Mir ist sowas auch absolut egal. Auch wenn meine Freundinnen lesbisch wären, würde ich mir dabei nichts denken! Aber ich habe letztens mit anderen darüber diskutiert und die meinten, sie fänden es komisch, wenn sie herausfinden würden, dass eine Freundin von ihnen lesbisch wäre. Ich finde da ist aber doch nichts dabei. Nur weil sie dasselbe Geschlecht liebt, ändert sich ja nicht die Freundschaft oder die freundschaftlichen Gefühle.. Oo
      Achjaaa, von deinem zweiten Punkt kann ich ein Liedchen singen! Da bin ich ja schon richtig genervt was das Thema angeht! Ich bin ja in der Uni meist mit einem Kommilitonen unterwegs und du kannst dir gar nicht vorstellen wie oft ich schon gefragt wurde, ob wir zusammen wären. Oder wie oft gesagt wird, dass wir gut zueinander passen würden -.- Und meist fragen das die Mädels mich. Er hat meist Ruhe! Bei/Von den anderen Jungs kommt meist nur eine Andeutung oder ein "vielsagender Blick". Aber es ist nicht nachvollziehbar. Wieso sollte man nicht befreundet sein können nur weil der eine Mann und die andere Frau ist!?

      Liebste Grüße und eine Umarmung für dich <3

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