24. September 2015

[Rezension] - Nichts als überleben (S.A. Bodeen)






Verlag: Gulliver Verlag
Übersetzt von: Friederike Levin
Reihe: Einzelband
Einband: broschiert
Seitenanzahl: 221
Altersempfehlung: ab 14
Preis: 12.95 € [D]
ISBN: 978-3-407-74581-1
Bildquelle: © Gulliver Verlag






Klappentext
„Robie stürzt mit einem Flugzeug über dem Pazifik ab. Max, der Co-Pilot, rettet sie in ein aufblasbares Rettungsfloß – dann stirbt er. Robie muss ihn über Bord werfen und treibt tagelang auf dem Meer. Allein. Gnadenlos den Naturgewalten ausgeliefert. Bis Max plötzlich wieder da ist. In ihrer Einsamkeit klammert sich Robie an ihn. Sie hat Angst. Hunger. Durst. Panik. Hoffnung? Nur ein Gedanke lässt sie nicht aufgeben: Sie will nichts als überleben ... Ein aufwühlender Action-Thriller um einen dramatischen Überlebenskampf – nervenzerreißend bis zur letzten Seite.“ (Quelle: www.beltz.de)

Gestaltung
Das Meer umspannt das gesamte Buch und spiegelt so natürlich sehr treffend die Thematik und den Inhalt des Romans wider. Vor allem auch durch das kleine gelbe Boot bzw. die Rettungsinsel. Auch dass die Schrift des Titels in Wasser/Wellenoptik gehalten wurde, finde ich sehr passend und in sich stimmig. Durch das viele Wasser zieht das Cover definitiv die Blicke auf sich!

Meine Meinung
Direkt zu Beginn habe ich als Leser Robie und ihr bisheriges, alltägliches Leben kennen gelernt. Dieses war vor allem gekennzeichnet durch den Wunsch nach Normalität, denn Robie wohnt mit ihren Biologen-Eltern auf einer Insel weit abseits von jeglicher Zivilisation. Sie hat nicht mal einen Fernseher geschweige denn ein Handy. Kommuniziert wird mit der Außenwelt durch ein Satellitentelefon und durch den regelmäßig stattfindenden Versorgungsflug. Durch diesen gelangt Robie auch regelmäßig zu ihrer Tante, die mitten in der Stadt lebt und bei der sie Fernsehserien schauen, Starbuckskaffee trinken kann und so vieles mehr. Alles was ihrer Meinung nach zu einem normalen Teenagerleben dazugehört.

Als ihre Tante jedoch spontan geschäftlich verreisen muss und Robie zurück auf die Insel schicken will, sieht sie ihre Chance endlich ein wenig Freizeit ganz für sich alleine zu haben. Aber schon nach wenigen Tagen und einem unheimlichen Überfall auf Robie beschließt das junge Mädchen, doch nach Hause zu fliegen. Sie nutzt den nächsten Versorgungsflug, um mit diesem zur Insel zu gelangen. Doch dabei passiert das Unglück, das Flugzeug stürzt ab und nur die Piloten wussten, dass sie als Passagier an Bord war. Gemeinsam mit dem Co-Piloten Max überlebt sie in einer Rettungsinsel.

Ganz besonders spannend fand ich es Robies Charakterentwicklung und –wechsel zu durchleben. Von einem kleinen, aufmüpfigen Teenager, der sein Leben nicht zu schätzen wusste, wächst sie heran. Ihre Gefühle sind dabei sehr transparent und nachvollziehbar. Vor allem der abrupte Bruch zwischen ihrem alltäglichen Leben und dem Überleben auf See ist sehr emotional und ergreifend. Ihre Gefühle während des Absturzes sind sehr nachvollziehbar, da sie vom einen Gefühlschaos in das nächste schlittert. Genau so stellt man sich seine Gefühle bei solch einem Absturz vor!

Co-Pilot Max hingegen blieb sehr blass. Er hat auch nur eine kleinere Rolle gespielt, was ich ein wenig schade finde, da es im Klappentext so klang, als würde er wichtiger sein und mehr Raum in der Handlung einnehmen. So war es eher so, dass ich Max zum einen recht spät in der Handlung kennen lerne und kaum dass ich ihn kennen gelernt hatte, stirbt er. Der Schreibstil von S.A. Bodeen führte mich dabei elegant durch die Handlung, da die Sätze nicht zu ausschmückend und lang formuliert waren, sondern der jeweiligen Situation angemessen. Auch die Länge des Romans mit gut 200 Seiten trägt dazu bei, dass man diesen Roman sehr schnell in eins weg lesen kann. Wer also auf der Suche nach einem kleinen Lückenfüller für Zwischendurch ist und auf Spannung sowie Herzrasen nicht verzichten möchte, dem kann ich „Nichts als überleben“ wärmstens empfehlen!

Fazit
Mit „Nichts als überleben“ führt uns S.A. Bodeen an die Gefühlsgrenze. Die Bedeutsamkeit des eigenen Lebens, die Panik, wenn es darum geht zu überleben und das unglaubliche Herzrasen, das dabei den gesamten Körper erfasst, greift die Autorin sehr real auf. Ich habe mein Herz manchmal selber erst beruhigen müssen bevor ich weiter lesen konnte. Einziger Haken ist meiner Meinung nach, dass dem Co-Piloten eine zu kleine Rolle zukommt. Der Leser hat kaum Chancen ihn kennen zu lernen.
4 von 5 Sternen!

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Kommentare:

  1. Hallo Laura,

    gestern hatten wir noch die Rede von dem Buch und schon lese ich deine Rezi :) Die mir übrigens gut gefällt. Das Buch und die Geschicht spricht mich jetzt aber nicht so ganz an. Aber schön, dass es dir gut gefallen hat.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Hey Uwe!

      ;) Ja genau, ich dachte mir "Wenn du schon mit Uwe über das Buch sprichst, stell doch gleich mal die Rezi online!". Nach so ein, zwei Fehlgriffen war es schön, endlich mal keinen Fehlgriff in der Hand zu halten ;D

      Liebe Grüße <3

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  2. Hey,
    das Buch klingt echt gut. Danke für die Rezi!
    lg. Tine :)

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