25. Januar 2016

[Rezension] - Nebelsilber (Tanja Heitmann)






Verlag: cbt Verlag
Übersetzt von: -
Reihe: Einzelband
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 400
Altersempfehlung: ab 14
Preis: 16.99 € [D]
ISBN: 978-3-570-16121-0
Bildquelle: © cbt Verlag






Klappentext
„Als die siebzehnjährige Edie mit ihrem Vater in ein einsames Haus im Wald zieht, will sie eigentlich nur ihren Liebeskummer bewältigen. Das abgeschiedene Wasserruh ist jedoch ein Ort voller Mythen, die einen unwiderstehlichen Reiz auf sie ausüben. Als plötzlich der vor zehn Jahren verschollene Silas Sterner vor ihr steht, kann er sich nur daran erinnern, dass ihr Herzschlag ihn zurückgebracht hat. Doch im Nebel des Erlenwalds lauert eine dunkle Macht darauf, Silas wieder in die Nachtschatten tief im Erdreich unter Wasserruh zu locken. Edie gerät in ein Netz aus alten Geheimnissen und Lügen, während das Band zwischen ihr und Silas immer stärker wird – bis es plötzlich zu reißen droht, als sie der Wahrheit zu nahe kommt.“ (Quelle: www.randomhouse.de)

Gestaltung
Das Cover spiegelt die Atmosphäre des Buches sehr gut wieder, da es sehr düster und geheimnisvoll wirkt. Vor allem die Wurzeln und Bäume passen sehr gut zu einer Szene im Buch, die mir Schauer über die Arme gejagt hat! Ich finde vor allem den Sternenhimmel mit dem Mond wunderschön und die Farben der Bäume und des Himmels an sich. Dieses Cover lädt wirklich dazu ein, in seiner Fantasie zu schwelgen!

Meine Meinung
Aufmerksam geworden bin ich auf „Nebelsilber“ vor allem durch das grandiose Cover. Mitten in der Buchhandlung sticht es einem einfach sofort ins Auge und zieht einen in seinen Bann. Gekoppelt mit dem Lust machendem Klappentext zog das Buch sehr schnell bei mir ein. Cover und auch Klappentext haben bei mir dementsprechend auch eine recht hohe Erwartungshaltung geweckt, die aber nicht ganz erfüllt wurde. Ich hatte von Autorin Tanja Heitmann bisher noch nichts gelesen und auch eher durchwachsene Meinungen gehört, war aber positiv gestimmt, dass mir „Nebelsilber“ gefallen würde.

Nun nachdem ich die Lektüre beendet habe, muss ich sagen, dass ich die durchwachsenen Meinungen bezüglich der Autorin nachvollziehen kann. Ich schwanke hinsichtlich „Nebelsilber“ auch ein wenig und ringe mit mir, wie es mir denn nun gefallen hat. Einerseits wurde ich gut unterhalten, es gab schöne Szenen, es war atmosphärisch dicht und die Idee war gut. Andererseits hat es mich aber auch nicht umgehauen oder vollkommen überzeugen können. Insgesamt fand ich das Buch eher durchschnittlich.

Positiv fand ich, dass die Geschichte lange Zeit unvorhersehbar ist. Ich konnte nicht erkennen oder gar erahnen, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln würde. Ehrlich gesagt, tappte ich lange im Dunkeln. Doch irgendwann wurde dann schon ersichtlich, wie sich alles entwickeln würde, sodass ich das Ende, welches für meinen Geschmack viel zu chaotisch war und zu wenig aufgeklärt hat, nicht wirklich genießen konnte.

Auch fand ich die Liebesgeschichte nicht besonders herausragend. Zum einen ging alles zwischen den Figuren sehr, sehr schnell und zum anderen hatte ich zwischendurch den Verdacht auf eine klischeehafte Dreiecksbeziehung. An diesem Punkt war ich dann ein wenig niedergeschmettert, dass die Emotionen zwischen den Figuren so flach blieben und ich sie nicht gespürt habe. Es gab nämlich wirklich Szenen im Buch, an denen ich Gänsehaut auf den Armen hatte. Frau Heitmann schafft es Momente des Grusels und der Unheimlichkeit zu erzeugen (besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine unheimliche Szene im Wald), bei denen die Atmosphäre mich geradezu anzuspringen scheint. Warum also waren dann aber die Gefühle der Figuren nicht auch spürbar? Dies fand ich schade, denn dass die Autorin es schafft, beim Leser etwas auszulösen hat sie ja an den unheimlichen Szenen gezeigt.

Insgesamt gefiel mir aber die Idee der Geschichte gut. Vor allem die mythischen Grundzüge und das Geheimnisvolle fand ich sehr reizvoll. Dennoch war „Nebelsilber“ für mich ein Auf und Ab, da sich die Dinge, die mir gefielen, mit denen, die mir nicht gefielen, die Waage halten und mich eher zwiegespalten zurücklassen.

Fazit
„Nebelsilber“ vereint Punkte in sich, die ich mag, hat aber mindestens auch genauso viele Aspekte, die mir nicht zugesagt haben. Vor allem das Ende hat mir nicht wirklich gefallen. Zwar war es spannend und rasant, leider aber auch sehr chaotisch mit noch ungeklärten Fragen. Die Gefühle der Figuren konnte ich auch nicht wirklich spüren. Dafür punktet „Nebelsilber“ jedoch mit seiner Unvorhersehbarkeit und seinen geheimnisvollen Momenten, die sich durch den Schreibstil der Autorin manchmal auch auf mich übertragen haben und mir Gänsehaut beschert haben.
3 von 5 Sternen!

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Einzelband

Kommentare:

  1. Hallo,
    danke für die ehrliche Rezi. Ich habe Nebelsilber auch noch auf meiner WuLi und werde es mir sicher irgendwann zulegen. Ich mochte die ersten Werke der Autorin mehr, als ihre neueren Sachen. Aber die Geschichte klingt schon interessant und ich will auf jeden Fall nochmal probieren etwas von ihr zu lesen.

    Viele Grüße
    Twineety

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    1. Hey Twineety!

      Interessant war die Geschichte allemal. Sie hätte am Ende wohl einfach nur noch etwas mehr Raum gebraucht, denke ich. Ihre früheren Werke kenne ich nicht, aber ich habe dazu eher nur durchschnittliche Meinungen gehört, darum dachte ich mir, ich probiere es mal mit diesem Werk :)

      LG
      Laura

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