25. April 2016

[Rezension] - Maybe Someday (Colleen Hoover)






Verlag: dtv Verlag
Übersetzt von: Kattrin Stier
Reihe: Einzelband
Einband: broschiert
Seitenanzahl: 432
Altersempfehlung: ab 14
Preis: 12.95 € [D]
ISBN: 978-3-423-74018-0
Bildquelle: © dtv Verlag






Klappentext

"Das Letzte, was Sydney will, als sie bei dem attraktiven Gitarristen Ridge einzieht, ist, sich in ihn zu verlieben. Zu frisch ist die Wunde, die ihr Ex hinterlassen hat. Und auch Ridge hat gute Gründe, seine neue Mitbewohnerin nicht zu nah an sich ranzulassen, denn er hat seit Jahren eine feste Freundin: Maggie - hübsch, sympathisch, klug, witzig. Und dann passiert es doch. Als Sydney beginnt, Ridge beim Songschreiben zu helfen, kommen sie sich näher als erwartet. Auch wenn beide die Stopptaste drücken, bevor wirklich etwas passiert, können sie nichts gegen die immer intensivere Anziehung ausrichten, die sie zu unterdrücken versuchen - vergeblich.“ (Quelle: http://www.dtv-dasjungebuch.de/)

Gestaltung
Das Cover gefällt mir ehrlich gesagt nicht wirklich. Gut finde ich, dass der Hintergrund weiß ist und auch dass die Farben mädchenhaft sind bzw. denen der anderen Colleen Hoover Büchern ähneln, da „Maybe Someday“ so sehr gut zu den anderen Ausgaben passt. Nicht so schön finde ich hingegen das Mädchengesicht hinter dem Titel. Zum einen kann man das Gesicht so nicht wirklich erkennen und zum anderen erschwert die helle Haut des Mädchens vor dem weißen Hintergrund das Lesen des Titels.

Meine Meinung
Colleen Hoovers Bücher sind bei jungen Mädchen und Frauen bekannt wie ein bunter Hund, denn sie sind sehr beliebt. Kein Wunder! Immerhin schafft die Autorin es wie keine andere Autorin im Young Adult Genre, die Gefühle der Protagonisten so authentisch zu beschreiben. Dabei sind die Situationen, in denen sich die Charaktere in ihren Büchern befinden, immer so lebensnah, dass man sich super mit ihnen identifizieren kann. Auch dieses Mal hat Colleen Hoover wieder ein wunderschönes Werk geschaffen, das den Leser in ein emotionales Chaos stürzt.

Erzählt wird „Maybe someday“ abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Protagonisten. Dies wären zum einen die junge Sydney und zum anderen ihr Nachbar der Gitarrist Ridge. Der Perspektivwechsel hat in dieser Geschichte dafür gesorgt, dass ich in die Gefühlswelten beider Figuren eintauchen konnte und so auch die Gedanken von beiden nachvollziehen konnte. Die Erzählweisen haben sich dabei voneinander abgehoben, sodass für mich immer gut zu erkennen war, wer nun gerade erzählt. Ich konnte mich hier auch sehr gut in den männlichen Protagonisten hineinfühlen und seine Sicht verstehen. Teilweise hat mich Ridge sogar noch etwas mehr berührt als Sydney.

Sydney's Freund hat sie betrogen, ausgerechnet mit ihrer besten Freundin! Natürlich empfindet sie zunächst Wut und Trauer. Sie zieht zu ihrem Nachbarn Ridge, der in einer Schreibblockade steckt. Gemeinsam schreiben sie Songs und kommen sich dabei näher. Doch Ridge hat seit einigen Jahren eine Freundin: seine große Liebe Maggie, die er nicht verlassen möchte, trotz seiner aufkeimenden Gefühle für Sydney. Den Zwiespalt der Gefühle, in welchem Ridge steckt, hat Colleen Hoover für mich sehr realistisch dargestellt. Ich habe mich oftmals dabei erwischt, wie ich so sehr mit Ridge mitgefühlt habe, dass es sich für mich anfühlte, als würde mein Herz zerreißen.

Besonders schön fand ich auch, dass die Figuren sehr authentisch erschienen. Sie waren in ihrer Achterbahn der Gefühle gefangen, haben aber dennoch große Stärke bewiesen, von der wir Leser etwas lernen können, denn Ridge und Sydney sind stets ehrlich zueinander gewesen. Sie haben ihre Gefühle nicht geleugnet, wie es in so vielen anderen Romanen der Fall gewesen wäre. Nein, Ridge und Sydney haben sie offen gezeigt. Das fand ich sehr bewundernswert und ehrlich.

Ein besonderes Goodie waren die Songs, die nicht nur die Gefühle der Protagonisten gut widergespiegelt haben, sondern die auch sehr poetisch und gefühlvoll waren. Diese Songs kann man sich auch anhören, was für mich ein Highlight dargestellt hat, da die Musik die Atmosphäre des Buches nur noch mehr untermauert hat. Es hat mir sehr gefallen, dass ich die Songtexte nicht nur lesen und mir selber vorstellen musste, wie die Musik dazu klingt, sondern dass ich die Songs auch in echt anhören konnte.

Ein kleines Problem, das ich beim Lesen von „Maybe Someday“ hatte, waren meine Gefühle. Ich war emotional so in der Geschichte drin, dass ich zwiegespalten war hinsichtlich des Liebesdreiecks. Es hat mir das Herz gebrochen, denn ich habe gelesen, wie liebevoll Ridge und Maggie miteinander waren. Auch wenn ich ebenso die Beziehung zwischen Sydney und Ridge mochte, weil die Chemie zwischen ihnen gestimmt hat, so habe ich mich einfach auch in dem Zwiespalt von Ridge verloren. Die Romantik war einfach nur süß, liebenswert und sehr realistisch, vor allem weil spürbar war, dass die Beziehung zwischen Sydney und Ridge etwas ganz Besonderes war. Aber dass Colleen Hoover mir dann zuvor Maggie so sympathisch gemacht hat, das war einfach…gemein. Immer wenn Sydney und Ridge zusammen waren, musste ich an Maggie denken und daran, wie unfair es ihr gegenüber ist. Mir wäre es lieber gewesen, ich hätte nur einen kurzen Blick auf Maggie geworfen und dann die Bindung von Sydney und Ridge erlebt oder Maggie erst am Ende der Geschichte kennen gelernt.

Fazit
Colleen Hoover hat mit „Maybe Someday“ wieder ein sehr emotionales, tiefberührendes und absolut authentisches Werk geschaffen, das meine Gefühlswelt in ein tiefes Chaos gestürzt hat. Die Perspektivwechsel haben mich den Figuren so nah gebracht, sodass ich ihre Gefühle direkt gespürt habe. Die Romantik war einfach nur hinreißend und besonders die herzzerreißenden Songs, die man sich auch anhören kann, haben mir gefallen. Allerdings war ich emotional so mit Ridges Freundin Maggie verbunden, dass ich die Beziehung zwischen ihm und Sydney nicht genießen konnte, weil ich immer Mitleid mit Maggie hatte und mich aufgeregt habe, dass Ridge sich ihr gegenüber unfair verhält.
Sehr gute 4 von 5 Punkten.

Reihen-Infos
Einzelband

Kommentare:

  1. Hallo Laura,

    ich habe dieses Buch gestern auf der Loveletter Convention in Berlin mitgenommen, allerdings dachte ich es seih ein Reihenband und habe es gleich darauf verschenkt. Hmh einerseits schade, andererseits, wenn du so hingerissen warst zwischen den Mädels, dann trau ich mich nicht das zu lesen. Ich möchte irgendwie immer, dass am Ende alle glücklich sind. ^^" Liebe Grüße Cindy

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    1. Hey Cindy!

      So, jetzt wo ich alles Liegengebliebene abarbeite, komme ich auch endlich dazu, deinen Kommentar zu beantworten. Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat :)
      Oh nein, wie ärgerlich, dass du es dann gleich wieder verschenkt hast! Aber vielleicht wandert das Buch ja doch zufällig irgendwann doch mal wieder in deinen Besitz? ;)

      Liebe Grüße,
      Laura

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