17. November 2016

[Blogtour] - Kira Gembirs "Wir beide in Schwarz-Weiß"

Hallo ihr Lieben!

Heute macht die Blogtour zu Kira Gembris "Wir beide in Schwazr-Weiß"


bei mir halt!
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!
Nachdem ihr gestern bei Lena von Lenas Welt der Bücher einiges interessantes über die Verbindung von Kira Gemris neuem Buch "Wir beide in Schwarz-weiß" mit ihrem ersten Arena Titel "Wenn du dich traust" erfahren habt, geht es heute bei mir weiter.

Ich möchte heute mit euch über Schwarz-Weiß Denken sprechen, euch erklären was das genau bedeutet und vielleicht überlegen, was man dagegen tun könnte :) Untermalt wird das ganze von bunten Schwarz Weiß Fotos (nein, das ist kein Widerspruch in sich wie ihr im Laufe des Beitrages hoffentlich sehen werdet! ;) ).

Erklärung: Was genau ist eigentlich Schwarz-Weiß-Denken?


Das Schwarz-Weiß-Denken wird auch als Alles-oder-Nichts-Denken bezeichnet und ist eine extreme Form des Denkens bzw. der Sicht eines Menschen auf die Welt. Menschen, die über diese Sicht- bzw. Denkweise verfügen oder ihr folgen, sehen die Dinge nur auf zwei Arten: entweder eine bestimmte Sache ist komplett schwarz oder komplett weiß - Graustufen, Farben oder andere Zwischenstufungen gibt es nicht. Menschen mit dieser Art zu Denken schweben also zwischen den extremen Positionen der Meinungsbildung, es gibt für sie kein Dazwischen. Diese Art zu Denken kann entweder auf andere oder auf einen selbst bezogen auftreten.

In dieser Denkweise ist alles entweder gut oder schlecht, total toll oder grottig schlecht, wunderschön oder absolut hässlich, wertvoll oder wertlos, Leben oder Tod, es gibt nur Held oder Versager. So beurteilt man dann sein Leben, seine Erlebnisse, andere Menschen, das Verhalten anderer und sogar das Aussehen. Durchschnitt oder Nuancen, die Unterschiede markieren, gibt es einfach nicht. Ein Beispiel, das dieses Denken gut veranschaulicht ist meiner Meinung nach die Temperatur des Wassers. Für Schwarz-Weiß-Denker gibt es nur heißes Wasser oder kaltes. Lauwarmes Wasser und alle anderen Temperaturabstufungen dazwischen gibt es für diese Menschen nicht und werden dementsprechend auch nicht in Betracht gezogen.

Dies ist bei der Meinungsbildung und bei der Sichtweise solcher Menschen auf andere und die Welt sehr extrem und hat auch Folgen für die Umwelt. Einerseits macht diese Sichtweise das Leben natürlich in gewisser Weise einfach: wenn es nur meine eigene Meinung gibt und alles nur schwarz oder weiß ist, dann muss ich nichts hinterfragen - weder meine eigenen Ansichten noch mich selber.


Dieses Denken in Extremen kann jeden Menschen einmal "erwischen" auch wenn es zwar für bestimmte (psychische) Krankheiten typisch ist. Dennoch ist Schwarz-Weiß-Denken etwas, das jeder Menschen bestimmt schon mindestens einmal in seinem Leben getan hat, denn bei dieser Denkart wird in einem bestimmten Schema gedacht, ohne Dinge zu hinterfragen und ohne hinter die Fassaden zu schauen. Das ist ähnlich beim Denken in Schubladen, wenn man jemanden beispielsweise aufgrund seines Aussehens sofort in eine bestimmte Schublade steckt. Vorurteile spielen dabei eine Rolle, durch die man nicht genauer hinsieht und etwas einfach so hinnimmt. Das Schwarz-Weiß-Denken ist dabei noch extremer, da es sich nicht auf eine Fülle von Vorurteilen beschränkt, sondern immer nur zwei Positionen in Betracht gezogen werden. Es wird nicht versucht, eine andere Perspektive einzunehmen oder sich mittels Empathie in einen anderen hineinzuversetzen und denjenigen zu verstehen oder nachzuvollziehen. Schwarz-Weiß-Denken ist also auch eng verbunden mit Pauschalisierungen und Vorurteilen.

Wie beeinflusst diese Denkart das Umfeld?


Es kann durchaus schwierig sein, mit jemanden zusammen zu sein, der nur in schwarz-weiß denkt. Wenn man selber all die Facetten des Lebens sieht, der Partner aber nicht, ist ein Zusammenleben manchmal nicht ganz einfach. Für den Schwarz-Weiß-Denker scheint es durchaus einfach, denn er sieht ja nur seine eigene Meinung und nicht das, was andere denken könnten. Aber für den Partner, der nicht in diesem Denkmuster gefangen ist, kann es durchaus schwer werden, vor allem dann, wenn seine Meinung beide extreme abdeckt und somit zwischen schwarz und weiß liegt. Ein Mensch, für den es nur alles oder nichts gibt, wird diese "durchschnittliche" Meinung nicht nachvollziehen können bzw. es nicht einmal versuchen.

Wenn einer komplizierte Sachverhalte stark vereinfacht, indem er sie auf zwei Positionen reduziert, sieht er andere Meinungen nicht und gerade der Gegenüber wird auf ein Extrem festgenagelt. Er ist dann nur gut oder nur böse. Nur hübsch oder nur hässlich. Nicht beides, denn im Schwarz-Weiß-Denken fällt es einem schwer, beide Positionen auf einen Gegenüber zu vereinen und beides in ihm zu sehen. Jemand, der nicht so denkt und der somit auch die Nuancen und Abstufungen zwischen den beiden Extremen sieht, scheint dies vielleicht schwer nachvollziehbar, da es selbstverständlich ist sowohl gut als auch böse oder hübsch und hässlich in einer Person zu vereinen. So kann es durchaus auch zu Spannungen kommen.

Wie bereits der Titel erahnen lässt, spielt diese Art des Denkens auch in Kira Gembirs "Wir beide in Schwarz-Weiß" eine große Rolle. Studentin Kristina - kurz Kris genannt - trifft auf Alex und verliebt sich in ihn. Dabei würde man annehmen, dass das Buch voller bunter Farben nur so sprüht, weil Kris Kunst studiert. Doch als sie Alex begegnet, bewegt sie sich gemeinsam mit ihm in einer Welt, die nur aus Extremen zu bestehen scheint, nur aus schwarz und weiß...

Wie kann man Schwarz-Weiß-Denken reduzieren?


Es gibt kein Rezept durch das man die Farbabstufungen sehen kann, denn jeder Mensch ist individuell und was bei dem einen funktioniert, klappt bei einem anderen noch lange nicht. Aber ein paar Tipps, die man ausprobieren kann, sollte man in ein Schwarz-Weiß-Denken abrutschen, gibt es doch.

Zuallererst kann man sich stets selber fragen, ob das, was man denkt zutreffend bzw. wahr ist. Entspricht das, was ich über mich oder jemand anderen denke, den Tatsachen? Gibt es vielleicht Dinge, die dazwischenliegen könnten? So kann man langsam versuchen, die Extreme durch realistische Gedanken zu ersetzen und sich überlegen, ob es wirklich nur A oder B gibt und nicht vielleicht doch noch andere Buchstaben.
Hilfreich ist es vielleicht für den ein oder anderen auch, sich mit anderen Menschen auszutauschen. Die Sicht eines anderen auf denselben Sachverhalt kann die eigenen Ansichten erweitern, öffnen und neue Blickwinkel liefern. So könnte man sich eventuell auch aus der Verhaftung in einer der beiden Seiten lösen. Intensive Gespräche und Geduld sind dabei die Grundpfeiler, denn ein ganzes Weltbild ändert sich nicht von heute auf morgen. Dazu braucht es Zeit und intensive Zuwendung. Auch der Wille desjenigen, der in schwarz-weiß denkt, ist sicher hilfreich, denn wenn man etwas freiwillig tut bzw. ändert, geht dies meist leichter als wenn man dazu gezwungen wird. Mit der Unterstützung eines geliebten Menschen kann es zudem auch leichter sein, sich aus dieser Denkart zu befreien.



Hier noch einmal der Blogtour-Plan in der Übersicht:

14.11.2016 - http://www.yvonnes-buecherecke.de/ 
15.11.2016 - https://buchlabyrinth.blogspot.de/
16.11.2016 - www.lenasweltderbuecher.de 
17.11.2016 - HEUTE!! HIER BEI MIR :)
18.11.2016 - www.back-down-to-earth.de
19.11.2016 - http://leser-welt.de/
20.11.2016 - http://www.sarahs-buecherwelt.de/
21.11.2016 - http://magicallyprincess.blogspot.de/ 
22.11.2016 - http://katja-welt-book.blogspot.de/
23.11.2016 - http://inas-little-bakery.blogspot.de/
24.11.2016 - youtube.com/user/ReadingVanni
25.11.2016 - http://fantasie-und-traeumerei.blogspot.de

Morgen geht es also bei Back Down to Earth und einem Beitrag über Jugendkriminalität weiter :)

Denkt ihr auch manchmal nur in schwarz-weiß?
Eure Laura

Quellen und weitere interessante Links:
http://www.psychotipps.com/schwarz-weiss-denken.html
http://www.neon.de/artikel/fuehlen/psychologie/schwarzweiss-denken/1029750

Kommentare:

  1. Nein, eigentlich nicht, ich versuche immer alle Seiten zu betrachten, daher ist meine Denkweise sehr bunt.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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    1. Hallo Daniela!

      Danke für deine Antwort! :) Ich versuche auch immer alle Blickwinkel in Betracht zu ziehen!

      Liebe Grüße
      Laura

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  2. Hallo Laura ;-)
    Wow, dies ist ein wirklich sehr interessanter Beitrag, den ich sehr aufmerksam gelesen habe.
    Ob ich auch manchmal in schwarz-weiß denke ? Spontan würde ich nein sagen.
    Ich neige nicht zu Extremen, auch wenn ich keine Ich-gehe-den-einfachsten-Weg-Gängerin bin. Dieses hier Himmelhoch jauchzend und dann zu Tode betrübt liegt mir fern. Natürlich sind nicht alle Tage rosarot samt Glitzer. Aber selbst dann schaue ich nach vorn und halte mich an den vielen wundervollen, wenn auch noch so kleinen Farbkleksen fest.
    Danke für den tollen Blogbeitrag.
    Liebste Grüße, Hibi

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    1. Hallo Hibi!

      Dankeschön! Das freut mich sehr, dass dir der Beitrag gefallen hat :)
      Ich gehe meist auch nicht den einfachsten Weg, das haben wir also gemeinsam! Natürlich hängt das auch immer von der jeweiligen Situation ab, aber ich versuche zumindest alle Meinungen einzubeziehen und mir dann erst meine eigene zu bilden. Vorurteile mag ich nämlich z.B. gar nicht.

      Liebe Grüße
      Laura

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  3. Hallo,
    ich glaube, jeder sagt von sich erstmal, nein, ich denke nicht in schwarz-weiß Kategorien, aber manchmal macht man das sicherlich doch, um sich erstmal zu orientieren und zurecht zu finden. Das mag oft nur die erste Reaktion oder Annäherung an ein neues Thema sein. Dennoch hoffe ich, dass ich nicht auf dem Niveau stehen bleibe, sondern wirklich immer versuche, alle Facetten eines Themas zu durchleuchten.

    lg, Jutta

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    1. Hi Jutta!

      Ich denke, da hast du recht. Gerade wenn man neue Menschen kennen lernt, steckt man sie vermutlich in Schubladen, bis man sie dann genauer kennen lernt. So ist es zunächst einfacher und seine Meinung kann man dann ja revidieren und ausbauen. Solange der Mensch nicht in der Schublade gesteckt bleibt und man seine Facetten zulässt ist es ja auch verständlich :)

      Liebe Grüße
      Laura

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  4. In manchen Situationen mag das stimmen besonders wenn man sich vielleicht zu schnell entscheidet und eben nicht mehr überlegt hat und genug ausgewogen hat!
    Doch seit längerem denke ich viele punkte zu sehen und mir zeit zu lassen mit Entscheidungen....
    LG Jenny

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    1. Hallo Jenny!

      Ich versuche vor Entscheidungen meist auch alle Seiten zu betrachten und dann erst die Entscheidung zu fällen :)

      Liebe Grüße
      Laura

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  5. Huhu Laura-Schatz <3

    ein wirklich toller Beitrag, wie auch nicht anders zu erwarten war :) Es ist echt interessant das "Schwarz-Weiß" Denken mal so zu betrachten und darüber nachzudenken. Menschen die keine Graustufen zulassen, ist es echt nicht leicht.

    Küsschen, drück dich,
    Ally

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    1. Hey Ally!

      Dankeschön! :) Ja, das kann durchaus schwer werden, wenn andere nur in Extremen denken. Ich selber mag beispielsweise Vorurteile gar nicht und finde es schwer, wenn Menschen nur in solchen denken, mit ihnen zu diskutieren.

      Liebe Grüße <3
      Laura

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  6. Sonjas Bücherecke17. November 2016 um 20:00

    Hallo Laura,

    das ist ja vielleicht ein interssantes Thema, mit dem ich mich noch nie auseinandergesetzt habe. Ich denke nicht schwarz-weiß. Aber ich denke mir, dass es Menschen gibt, und das ist wirklich nicht einfach.

    Schönen Abend und liebe Grüße
    Sonja

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    1. Hi Sonja!

      Ja, es gibt durchaus Menschen, die nur Schwarz-Weiß-Denken. Aber ich glaube auch, dass jeder von uns mal in Extremen denkt. Der Unterschied ist dann einfach, dass wir nicht darin verhaftet bleiben und unsere Meinungen ändern bzw. anpassen.

      Liebe Grüße
      Laura

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  7. Huhu :)
    Ein super interessanter Beitrag! Hast du viel dazu selber recherchiert oder sprichst du aus eigener Erfahrung? Um mal ganz direkt zu fragen ;)
    Ich denke manchmal auch in Schwarz-Weiß. Vor allem wenn ich gerade auf hundertachtzig bin und/oder mies drauf.
    Dann gibt es leider nicht viel "buntes" Denken. Aber sonst versuche ich immer auch die anderen Seiten zu beleuchten. Solches Denken finde ich nämlich immer ziemlich blöd, auch wenn ich ja selber manchmal reinfalle :/
    Lg,
    Rabea

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    1. Hi Rabea!

      Dankeschön! Ich habe zu dem Thema recherchiert und mir dann meine eigenen Gedanken gemacht. Aus Erfahrung spreche ich nicht wirklich, auch wenn ich der Meinung bin, dass jeder Mensch mal in Schwarz-Weiß-Denkt (z.B. wenn er sich beim ersten Treffen aufgrund von Äußerlichkeiten direkt eine Meinung bildet).

      Liebe Grüße
      Laura

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  8. Hallo ,

    vielen Dank für den tollen und interessanten Beitrag.
    Ich denke nicht nur in schwarz-weiß und ich versuche auch
    bunt zu Denken weil ich glaube das es ist besser auch das dazwischen zu
    sehen.

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt (Stern44 )
    margareta.gebhardt@gmx.de

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    1. Hey Margareta!

      Danke, es freut mich, dass dir mein Beitrag gefallen hat! :)
      Es ist gut, dass du versuchst auch die Facetten zwischen den Extremen zu sehen :)

      Liebe Grüße
      Laura

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  9. Hallo Laura,
    dein Beitrag hat mich sehr beeindruckt.
    Ich denke, dass jeder von uns manchmal ins Schwarz-Weiß-Denken fällt, aber ich hoffe, dass jeder von uns auch versucht alle Seiten zu betrachten.

    Bunt - ist die Welt auch viel cooler.

    Liebe Grüße,
    Yvonne (Yvonnes Bücherecke

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