30. März 2017

[Rezension] - Ein bisschen wie Unendlichkeit (Harriet Reuter Hapgood)






Verlag: KJB Verlag
Übersetzt von: Susanne Hornfeck
Reihe: Einzelband
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 384
Altersempfehlung: ab 14
Preis: 16.99 € [D]
ISBN: 978-3-7373-4033-5
Bildquelle: © KJB Verlag






Klappentext
"Als die Ferien anfangen, möchte Gottie eigentlich nur unter dem Apfelbaum liegen, in die Sterne schauen und über das Universum nachdenken. Sie kennt jede Theorie zu Raum und Zeit und kann alles mit einer Formel erklären. Außer, warum ihr bester Freund Thomas, der vor einigen Jahren weg¬gezogen war, plötzlich wieder auftaucht. Warum niemand ihre Verzweiflung über den Tod ihres Großvaters Grey versteht. Und warum sie in Flashbacks ganze Szenen ihres Lebens erneut durchlebt. Verliert sie den Verstand oder wird sie wirklich in die Vergangenheit versetzt? Und wie kann sie in der Gegenwart bleiben – bei Thomas, dessen Küsse ihr Universum verändern?“ (Quelle: www.fischerverlage.de)

Gestaltung
Die Sterne, die silbern funkeln, kommen auf dem dunkelblau bis lilanen Cover mit dem Muster richtig toll zur Geltung. Dieses Muster, das aussieht wie Kreise, Wirbel oder eine Blüte, finde ich auch ziemlich cool. Zudem hebt es der weiße, ausgefranzte Rand gut hervor. Toll finde ich auch, dass der Titel durch den dunklen Hintergrund und seine weiße Schrift schön hervorsticht. Auch dass das Wort „Unendlichkeit“ mit dem Symbol für unendlich versehen wurde, finde ich eine klasse Idee.

Meine Meinung
Auf „Ein bisschen wie Unendlichkeit“ bin ich nicht nur durch das grandiose Cover aufmerksam geworden, sondern vor allem durch den schönen Titel. Das Buch von Harriet Reuter Hapgood ist eine Geschichte über das Leben mit all den Facetten und Gefühlen, die dazu gehören und die sich nicht so einfach erklären lassen. Gerade für Physikfreak Gottie ist es eine Herausforderung, dass sich das Leben – anders als in der Physik – nicht mit Formeln einfach so beschreiben oder genauer bestimmen lässt.

Die sanfte Liebesgeschichte zwischen Thomas und Gottie hat mir gut gefallen und die Handlung für mich sehr aufgelockert. Die Bindung zwischen beiden Figuren entwickelt sich zart und ist sehr greifbar. Auch Trauer spielt in diesem Buch eine wichtige Rolle. Dieses Thema wurde für mich angemessen bearbeitet und schön beschrieben, denn Gottie kämpft damit, aus ihrer Trauer heraus und wieder zu sich selbst zu finden. So hat die Autorin diesbezüglich einige schöne Sprüche parat, die beim Lesen berühren.

Jedoch empfand ich die im Klappentext erwähnten Flashbacks als etwas verwirrend, da sie für mich nicht wirklich verständlich waren. Sie erschwerten mir zunächst den Einstieg in die Geschichte. Zudem konnte ich lange Zeit einfach nicht erkennen, was es genau mit ihnen auf sich hat und wo die Zusammenhänge liegen. Verschiedene Zeitebenen laufen ineinander über und ich fand es dann schwer, Orientierung zu finden. Die Erklärungen, die es gab, waren für mich dann auch nicht so ganz greifbar, denn dafür war ich schon viel zu sehr verwirrt. So war das Buch für mich manchmal nicht gerade leicht zu lesen, da ich mich nicht so gut zurechtgefunden habe.

Der Schreibstil der Autorin war anspruchsvoll und hat die Gefühle gut transportiert. Es wurden durch Gotties Vorliebe für die Naturwissenschaften auch physikalische oder mathematische Erklärungen eingebaut, die ich gut verständlich und leicht erklärt fand, sodass man kein Naturwissenschaftsgenie sein muss, um dies zu verstehen. Erzählt wird das Buch aus Gotties Ich-Perspektive, wodurch der Leser tiefere Einblicke in ihr Innenleben erhält. Dies ist gerade angesichts dessen, dass sie sich von anderen Menschen abschottet, sehr hilfreich, da man so ihre Gedanken und Handlungen besser nachvollziehen kann.

Fazit
„Ein bisschen wie Unendlichkeit“ ist eine Geschichte über das Leben und über ein Mädchen, das lernt, dass sich der Alltag nicht so einfach mit Formeln erklären lässt. Die erste Liebe und Trauer werden thematisiert und auf sanfte Weise miteinander verwoben, sodass das Buch den Leser berührt. Gleichzeitig sorgten die immer wieder auftretenden Sprünge in die Vergangenheit bei mir für leichte Verwirrung und dafür, dass ich nur schwer in die Geschichte fand.
Gute 3 von 5 Sternen!

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Einzelband

Kommentare:

  1. Huhu mein Lauralein, <3

    die Liebesgeschichte und die Verarbeitung der Trauer hat mir extrem gut gefallen und konnte mich echt mitreißen, einhüllen und berühren. Die Zeitsprünge und Flashbacks waren wirklich oft verwirrend, ich habe auch lange nicht gewusst, für was diese "gut" sind und worauf die Autorin mit diesen hinaus will. Ich kann also deine Kritikpunkte absolut nachvollziehen. Das Cover finde ich auch gigantisch!

    Kussi, Ally

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    1. Hi Allylein!

      Puh, deine Worte beruhigen mich gerade sehr! Ich hatte schon etwas Angst, dass es nur mir so ging mit den Zeitebenen und dass ich einfach nicht aufmerksam genug gelesen hätte (und dabei lese ich doch sonst eigentlich immer sehr genau). Aber wenn es dir auch so erging, dann lag es ja doch nicht an mir :)

      Drück dich
      Laura

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  2. Huhu!

    Ich habe jetzt schon ein paarmal gehört, dass diese Zeitsprünge sehr verwirrend sind! Aber es reizt mich, dem Buch mal selber eine Chance zu geben.

    Schöne Rezension!
    Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfaht durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka
    mikka@keladry.com

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