20. August 2017

[Rezension] - Magonia (Maria D. Headley)






Verlag: Heyne fliegt Verlag
Übersetzt von: Julia Walther
Reihe: Dilogie
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 368
Altersempfehlung: ab 12
Preis: 16.99 € [D]
ISBN: 978-3-453-27017-6
Bildquelle: © Heyne fliegt Verlag






Klappentext
"Seit sie klein ist, leidet die 16-jährige Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch in den Wolken erspäht, schiebt sie das Phänomen auf ihre akute Atemnot. Bis jemand auf dem Schiff ihren Namen ruft ...

Nur ein Mensch glaubt ihr diese Geschichte: ihr bester Freund Jason, der immer für sie da war, den sie vielleicht sogar liebt. Aber gerade als sie versucht, sich über die neuen tiefen Gefühle zu Jason klarzuwerden, überstürzen sich die Ereignisse. Aza meint zu ersticken – und findet sich plötzlich in Magonia wieder, dem Reich über den Wolken. Dort ist sie das erste Mal in ihrem Leben nicht mehr krank, sondern stark und magisch begabt. In dem heraufziehenden Kampf zwischen Magonia und Azas alter Heimat, der Erde, liegt das Schicksal aller mit einem Mal in Azas Händen …“ (Quelle: www.randomhouse.de)

Gestaltung
Das Cover finde ich sehr verträumt, romantisch und schön. Die Feder, die sich in viele kleine Vögel auflöst, kommt vor dem dunkelblauen Hintergrund hervorragend zur Geltung. Der bergige Horizont am unteren Buchrand verleiht dem Covermotiv dabei Tiefe. Ich finde die Idee der Feder sehr gelungen, da sie die Geschichte gut wiederspiegelt und mein Blick in der Buchhandlung sofort von diesem Cover angezogen wurde. Es ist mal etwas Neues und hebt sich von den anderen Büchern ab.

Meine Meinung
Besonders reizvoll war an diesem Buch für mich der im Klappentext angedeutete Kampf zwischen der Erde und dem Fantasy-Reich Magonia. Leider hat es für mich hier ein wenig an der Umsetzung gehapert, wodurch mir das Buch nicht ganz so gut gefallen hat, wie es möglich gewesen wäre, denn die Geschichte hat durchaus Potenzial. „Magonia“ beginnt mit dem alltäglichen Leben von Protagonistin Aza, die an einer geheimnisvolle Lungenkrankheit leidet und daher ihr Leben lang ein Außenseiter war. Sie wird als Kämpferin dargestellt, die dem Leben mit Sarkasmus begegnet.

Bald schon findet sie sich jedoch im phantastischen Reich Magonia wieder. Hier war mir persönlich der Cut, den die Autorin durch den plötzlichen Ortswechsel in der Handlung hatte, zu plötzlich. Magonia blieb mir zu wirr und konfus, denn vieles war schwer nachvollziehbar und hätte für mich von der Autorin genauer beschrieben werden müssen, damit man dieses neue Reich gänzlich begreifen kann. Ich bewegte mich schließlich zuvor seitenlang in unserer normalen Welt und auf einmal fand ich mich zusammen mit Aza an einem völlig fremden Ort wieder. Hier hatte ich gedacht, dass ich zusammen mit Aza Magonia erkunden und kennen lernen würde, aber vieles blieb mir einfach zu unverständlich und oberflächlich.

Was ich auch etwas schade fand war, dass zwischen Aza und Jason unbedingt eine Liebesgeschichte entfacht werden musste. Mir gefiel Jason als bester Freund, der immer an Azas Seite war und stets für sie da war, sehr gut. Dass sich dann jedoch tiefere Gefühle zwischen den beiden entwickelten, fand ich persönlich nicht so gut. Es war mir irgendwie zu viel, denn mit Magonia, Azas neuen Fähigkeiten, die sie in dieser zauberhaften Welt bekommt, und ihrer Rolle als Heldin, die das Schicksal aller in den Händen hält, gab es schon genügend offene Fäden mit denen ich beschäftigt war.

Jedoch war mir Jason, wie gerade schon angedeutet, sehr sympathisch. Er ist ein bester Freund wie er im Buche steht und wie man ihn sich wünscht. Eigentlich war er sogar mein Highlight im Buch, da er loyal sowie treu und ein starker Charakter ist. Ganz im Gegensatz zu Aza, die auf mich einen eher wehleidigen Eindruck machte und die sich sehr wenig zutraute. Selbst in Magonia mit ihren neuen Fähigkeiten blieb sie ein scheues Reh. Durch ihre Perspektive, und manchmal auch durch die von Jason, wird „Magonia“ erzählt, wodurch stets eine gute Einsicht in die Figuren ermöglicht wird. Gleichzeitig kam ich gut mit dem Schreibstil der Autorin klar, welcher sich gerade zu Beginn des Buches durch eher kürzere Sätze auszeichnete.

Fazit
Die Geschichte von „Magonia“ hat durchaus Potenzial, doch leider schöpft die Autorin dieses nicht völlig aus. Die Fantasywelt blieb für mich leider zu blass, da sie zu wenig erklärt wurde und sie so kaum greifbar war. Auch fehlte mir bei der Protagonistin etwas die Charakterentwicklung. Jedoch fand ich Azas besten Freund Jason sehr sympathisch und stark (auch wenn die aufkeimenden Gefühle zwischen den beiden für meinen Geschmack nicht auch noch hätten sein müssen).
3 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Magonia
2. Aerie (bereits auf Englisch erschienen)

Kommentare:

  1. Hi,
    schöne Rezension!Ich mochte das Buch sehr und hatte es auch schnell durch. Mich hat einfach die Umsetzung vom Mythos Magonia richtig gut gefallen. Ich hätte auch gerne mehr von Magonia selbst erfahren und hoffe im zweiten Band bekommt man einen besseren Einblick. ;)
    Liebe Grüße
    Ani

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Huhu Ani!

      Ich fand die ganze Idee mmit Magonia auch toll und habe das Potenzial bewundert, aber wie du schon sagst, etwas mehr über Magonia zu erfahren, wäre nicht schlecht gewesen :) Aber vielleicht hast du recht und das ändert sich in Band 2..

      Liebe Grüße
      Laura

      Löschen
  2. Hey,

    eine sehr schöne Rezension. :)

    Das Buch hab ich noch auf der Wunschliste liegen. Ich habe aber schon öfters gelesen, dass es nicht so gut sein soll. Na mal sehen, ob es bei mir einziehen wird...

    Hab einen tollen Abend!

    Ganz lieben Gruß
    Steffi
    www.angeltearz-liest.de

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Steffi!

      Danke dir :)
      Ich bin gespannt, ob es noch bei dir einziehen wird oder nicht ;) Die Meinungen sind eher durchwachsen, wobei (soweit ich das mitbekommen habe) die durchschnittlichen Bewertungen überwiegen..

      Liebe Grüße
      Laura

      Löschen
  3. Huhu Lauralein, <3

    ich habe Magonia auch nur 3 Hörnchen gegeben. Ich fand es auch so furchtbar schade, dass die Idee nicht so wirklich ausgeschöpft wurde. Wirst du die Reihe weiterlesen? Ich glaube für mich wird Schluss sein nach Band 1. Obwohl das Cover sooo schön ist!

    Liebe Grüße
    Sandra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Sandra! :)

      Ich hoffe ja noch, dass da im zweiten Band vielleicht mehr zu Magonia kommt...aber ich denke, ich werde dann, wenn der Band bei uns erschienen ist, erstmal abwarten, wie so das Stimmungsbild ist.

      Liebe Grüße
      Laura

      Löschen
  4. Huhu. Na, das ist ja schade. Ich habe es mir vor dem Urlaub gekauft, aber nicht geschafft, es zu lesen, werde es aber noch nachholen. Mir wurde das Buch auf einem Treffen der WasliestduCommunity empfohlen und es klang eigentlich super.
    Bin also gespannt, wie es mir letztlich gefällt und ob mich ähnliche Dinge stören.
    Allerliebste Grüsse

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Lex!

      Ich bin ja sehr gespannt, was du zu "Magonia" sagen wirst. Die Idee klingt ja auch wirklich klasse und vor dem Lesen hab ich mir so viel erhofft...vielleicht war ja genau das mein Fehler? Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf deine Meinung :)

      Ganz liebe Grüße
      Laura

      Löschen

Ich freue mich, dass du einen Kommentar hinterlassen willst! Vielen Dank dafür! :)
Meine Antwort findest du, nachdem ich deinen Kommentar gelesen habe, direkt darunter! =)
Und weiterhin viel Spaß auf meinem Blog!