1. März 2015

[Rezension] - Töchter des Mondes: Schicksalsschwestern (Jessica Spotswood)






Verlag: Egmont INK Verlag
Übersetzt von: Stefanie Lemke
Reihe: Trilogie
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 384
Altersempfehlung: ab 14
Preis: 17.99 € [D]
ISBN: 978-3-86396-026-1
Bildquelle: © Egmont INK Verlag






Klappentext
„Ein Fieber wütet in New London. Doch da allen Hexen die sofortige Hinrichtung droht, ist die Schwesternschaft machtlos gegen die Krankheit. Cate hat sich bereits durch ihre Magie verraten und gilt nun als die meistgesuchte Hexe in ganz Neuengland. Schwerer wiegt für sie jedoch der Verlust ihres geliebten Finn, dessen Gedächtnis gelöscht wurde, sodass er sich nun nicht mehr an ihre einstige Liebe erinnern kann. Und die Visionen, die Cates kleine Schwester Tess immer häufiger heimsuchen, lassen keinen Zweifel daran, dass sich die unheilvolle Prophezeiung erfüllen wird. Cates, Tess‘ und Mauras vorherbestimmtes Schicksal scheint nicht aufzuhalten zu sein: Eine Schwester wird die andere vor Beginn des neuen Jahrhunderts töten …“ (Quelle: http://egmont-ink.de)

Gestaltung
„Töchter des Mondes“ ist eine Reihe, deren Cover wunderbar aufeinander abgestimmt sind. Schon wie zuvor bei „Cate“ und „Sternenfluch“ ist auch bei „Schicksalsschwestern“ wieder ein Mädchen zu sehen. Die dunkleren Farben und Blumen, die es dabei um geben, fügen sich perfekt in den Stil der vorherigen Cover ein und auch das gewählte Mädchengesicht passt gut zu den anderen. Mir gefällt es besonders gut, dass man dieser Reihe ansieht, dass sie zusammen gehört. Zudem mag ich diese romantisch wirkenden Cover sehr gerne.

Meine Meinung
Die „Töchter des Mondes“-Trilogie habe ich in einem Rutsch lesen müssen, weil sie mir so gut gefallen hat. Band eins und zwei bekam ich zu Weihnachten und habe sie hintereinander verschlungen, sodass ich sofort nach Erscheinen zu Band 3 greifen musste. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht!

Erzählt wird auch dieser dritte Band wieder in der Ich-Perspektive aus Cates Sicht, wobei sie im Präsens berichtet, was für mich immer wieder einer kurzen Eingewöhnung bedarf (da die meisten Jugendbücher in Vergangenheitsform geschrieben sind). Zudem ist die Sprache der Autorin Jessica Spotswood recht umgangssprachlich und jugendnah.

Wer auf Intrigen, hochkochende Gefühle und eine brodelnde Atmosphäre steht, der sollte definitiv zu dieser Trilogie greifen. Nach dem fiesen Cliffhanger von Band 2, schließt „Schicksalsschwestern“ an seinen Vorgänger an und gipfelt in einem fulminanten Finale. Wurde in den vorherigen Bänden noch viel geredet, sodass es manchmal zu längeren Passagen kam, so watet dieser Abschlussband mit viel Tempo auf. Es wird endlich gehandelt.

Die Beziehung zwischen den drei Schwestern ist angespannt. Maura und Cate hassen sich, während Tess immer noch versucht, die Wogen zu glätten und die Familie zusammen zu halten. Allerdings ist Maura in diesem Band eindeutig nicht mehr auf der Seite ihrer Schwestern, sondern sie hat sich abgewandt und ist zu einer Art Gegenspielerin, einer Antagonistin geworden. Als Leser mochte ich sie immer weniger, was verstärkt aber auch daran lag, dass man die Handlung aus Cates Sicht erfährt und man somit mit ihren Gefühlen sowie Empfindungen verbunden ist.

„Schicksalsschwestern“ zeichnet sich vor allem durch seine Dramatik aus. Hier bekommt man keine großartigen Actionszenen, dafür wird die Spannung aber dennoch konstant hochgehalten durch die vielen Gefühle und berührenden Emotionen. Als beispielsweise Cate und Finn das erste Mal aufeinander treffen, hielt ich vor lauter Spannung die Luft an, um wirklich nicht die kleinste Regung der beiden zu verpassen. Cates Gefühle sind für den Leser dabei so greifbar, dass man ihre Bedrückung am eigenen Leib spürt. Es war fast so, als drücke jemand  mein Herz zusammen, so viel Schwermut lag in der Luft.

Diese Atmosphäre mochte ich wirklich sehr gerne, da ich des Öfteren den Eindruck hatte, dass beim Lesen die Gefühle der Figuren in der Luft um mich herum schwirren. Allerdings muss auch gesagt werden, dass mir manch ein Aspekt zu schnell erklärt und behandelt wurde, sodass es auf mich dann fast schon gehetzt wirkte. Beispielsweise die Prophezeiung hätte mehr fokussiert werden können.

Fazit
Mit diesem Abschlussband hat Jessica Spotswood ein würdiges, packendes Finale der „Töchter des Mondes“-Trilogie geschaffen, welches wunderbar an seine Vorgänger anknüpft und sie in manchen Punkten sogar übertrumpft. „Schicksalsschwestern“ setzt auf tiefe Familienbeziehungen und Emotionen durch die die Spannung hoch gehalten wird und die in der Atmosphäre spürbar sind. Aber manch ein Aspekt hätte für meinen Geschmack etwas langsamer behandelt werden können, damit nicht alles so gehetzt wirkt.
Gute 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Töchter des Mondes – Cate
2. Töchter des Mondes – Sternenfluch
3. Töchter des Mondes – Schicksalsschwestern

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