23. Mai 2016

[Rezension] - Kein Sommer ohne Liebe (Mary Kay Andrews)






Verlag: Fischer Verlag
Übersetzt von: Andrea Fischer
Reihe: Einzelband
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 528
Altersempfehlung: ab 17
Preis: 9.99 € [D]
ISBN: 978-3-596-03534-2
Bildquelle: © Fischer Verlag






Klappentext
"Liebe, Sonne und ein Dorf unter Palmen – an Floridas Golfküste ist Greer auf der Suche nach dem schönsten Strand für einen Kinofilm. Vielleicht findet sie dabei auch die große Liebe? Greer ist Location-Scout. Sie ist immer auf der Suche nach den besten Drehorten für die großen Kinofilme und sieht die schönsten Flecken dieser Welt, ein echter Traumberuf. Wäre da nicht ihr letzter Auftrag gewesen, bei dem eine ganze Plantage von der Filmcrew zerstört wurde – und Greer als die Schuldige abgestempelt wurde. Jetzt hat sie noch eine letzte Chance, um weiter im Geschäft zu bleiben: Für einen wichtigen Produzenten soll sie den perfekten Drehort finden. Nach einer endlosen Suche stößt Greer auf Cypress Key, das wohl letzte urige Fischerdorf an der Golfküste Floridas. Hier hat alles noch seinen ursprünglichen Charme – und das gilt leider auch für den umweltbewussten, aber durchaus attraktiven Bürgermeister Eden. Der ist nämlich alles andere als begeistert von der Idee, dass eine riesige Filmcrew sein geliebtes Städtchen bevölkert und verschmutzt. Während die beiden noch streiten, merkt Greer, dass sie vielleicht gerade ihr Herz verliert …“ (Quelle: www.fischerverlage.de)

Gestaltung
Mir gefällt das Cover sehr gut! Es ist sommerlich und passt somit hervorragend zum Titel. Die Hängematte und das ganze sie umgebende Ambiente wirken total einladend auf mich und ich würde mich am liebsten direkt in die Szene begeben. Mich in die Hängematte flätzen und ein wenig ausspannen. Mir gefällt vor allem auch das Lichtspiel hinter dem Titel, da es einerseits den Titel super hervorhebt und andererseits so den Hintergrund noch strahlender und heller erscheinen lässt. Für meinen Geschmack hätte nur die Farbe des Titels nicht pink sein dürfen. Das gefällt mir nicht so.

Meine Meinung
Normalerweise gehören Bücher wie dieses nicht zu meinen Lesevorlieben, da ich eher Jugendbücher lese und nur selten Liebesromane (wenn, dann nur von bestimmten Autoren). Aber bei „Kein Sommer ohne Liebe“ war meine Neugier geweckt, denn einerseits hat mich das Cover magisch angezogen, andererseits klang auch der Klappentext interessant. Vom Job der Protagonistin Greer – sie ist Location Scout und sucht passende Orte für Filme – hatte ich noch nie gehört. So hatte ich erwartet, dass mir hier im Roman tolle Ortsbeschreibungen begegnen würden, die Sommerfeeling hervorrufen würden. Gepaart mit einer schönen Liebesgeschichte klang das für mich nach dem perfekten Buch für sonnige Tage.

Die Ortsbeschreibungen sind mir auch zunächst durchaus positiv aufgefallen. Sie waren atmosphärisch und haben bei mir direkt Bilder im Kopf ausgelöst. Aber leider hat mir das Buch insgesamt nicht so gut gefallen. Es war langweilig, die Handlung hatte für mich keinen Spannungsbogen und gefesselt hat es mich auch nicht wirklich. Ich denke auch nicht, dass das daran liegt, dass mein sonstiges Beuteschema anders aussieht, denn auch dort gibt es ja Liebesgeschichten und ab und an lese ich ja schließlich auch mal einen Frauenroman (bei denen ich mich bisher noch kein einziges Mal gelangweilt habe).

Dafür dass die Liebesbeziehung das Hauptelement und der Antrieb hinter der Geschichte war, blieb mir diese zu flach. Es fehlten Gefühl, Romantik und irgendwie auch die Authentizität. Auf mich wirkte die Beziehung zwischen Protagonistin Greer und ihrer neuen Liebe Eben nicht realistisch und echt genug. Es erschien mir alles ziemlich gekünstelt und zwanghaft zusammengepuzzelt. Authentisch sieht für mich anders aus. Und auch das Ende war für mich unzufrieden stellend, obwohl es ein Happy End ist. Ich hab nichts gegen Happy Ends, aber wenn es auf Kosten der Authentizität geht, dann schon. (Achtung Spoiler für alle die, die Geschichte noch lesen möchten) Ich fand es einfach überzogen, dass Eben Greer am Ende einen Heiratsantrag gemacht hat. Wenn man alle Irrungen und Wirrungen betrachtet, die die Zwei im Handlungsverlauf durchlebt haben, so waren sie maximal zwei Tage ein Paar. Zudem passte der Antrag nicht zu den vorherigen Gefühlen von Eben, da er eigentlich sauer auf Greer war.

Zudem ging es dafür, dass das Zueinanderfinden von Greer und Eben im Fokus stehen sollte, dann doch zu sehr auch um andere Dinge, die eigentlich nur schmückendes Beiwerk am Rand waren oder eher hätten sein sollen. Die Beschreibungen des Ortes, der Arbeit am Set und überhaupt des Filmdrehs haben mir auch zu viel Raum eingenommen. Zwar fand ich gerade zu Beginn die detaillierten Ortbeschreibungen schön, da ich als Leser so in die Atmosphäre des Buches eingeführt wurde und ein schönes sommerliches Feeling geweckt wurde, aber irgendwann reichten mir die ausufernden Randbeschreibungen dann auch. Sie lenkten von der Geschichte ab und zogen diese unnötig in die Länge.

Des Weiteren hat mich auch Protagonistin Greer ziemlich stark gestört. Ich konnte sie schlicht und ergreifend einfach nicht leiden. Charakterlich war sie einfach so gar nicht mein Fall: etwas herrisch, distanziert und unterkühlt. Gerade hinsichtlich der Beziehung zu ihrem Vater hat sie sich für mich auch lange Zeit unrational verhalten und ihre Handlungen bezüglich Eb waren auch oftmals nicht nachvollziehbar.

Fazit
Als ich „Kein Sommer ohne Liebe“ zuklappen konnte, war ich richtig froh, denn ich hatte durchgehalten und das Buch beendet, obwohl es für mich langweilig war. Es ist einfach nichts passiert, die verschiedenen Handlungselemente wirkten wild zusammengewürfelt und haben einander nicht ergänzt, sondern eher voneinander abgelenkt. Die Verbindung zwischen der Liebesgeschichte und den Nebenhandlungen hätte für mich klarer hergestellt werden müssen, denn sie wirkten eher wie verschiedene, nebeneinander herlaufende Erzählstränge und nicht wie eine Geschichte.
Ganz knappe 2 von 5 Sternen!

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Einzelband

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