22. November 2018

[Rezension] - Worte, die leuchten wie Sterne (Brigid Kemmerer)






Verlag: Harper Collins ya Verlag
Übersetzt von: Henriette Zeltner
Reihe: Einzelband
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 368
Altersempfehlung: ab 14
Preis: 16.00 € [D]
ISBN: 978-3-95967-216-0
Bildquelle: © Harper Collins ya Verlag







Klappentext
"Rev hat immer noch mit den Schatten seiner harten Kindheit zu kämpfen. Aber seine liebevolle neue Familie hilft ihm dabei zu heilen. Emma ist ein Computerfreak und hat selbst ein Online-Spiel entwickelt. Die virtuelle Welt ist wie ihr zweites Zuhause. Doch plötzlich erhält Rev Briefe von seinem leiblichen Vater, der ihm nicht nur seelische Narben zugefügt hat. Und auch Emma erhält beängstigende Nachrichten von einem Online-Troll, der ihr das Leben zur Hölle macht. In dieser schweren Zeit treffen die beiden aufeinander – und fühlen sofort eine besondere Verbindung. Können sie sich gegenseitig helfen, die traumatischen Ereignisse zu überwinden?“ (Quelle: https://www.harpercollins.de)

Gestaltung
Auf dem Cover sieht man die Schattenumrisse eines Mädchens und eines Jungens, die ein wenig unsicher dastehen. Ihre Körperhaltungen finde ich etwas gewöhnungsbedürftig. Der Hintergrund mit dem Sternenhimmel gefällt mir dafür sehr gut, wobei ich die Farbkombination gelb und blau nicht ganz so gerne mag und vor dem Gelb die leuchtende Laterne etwas untergeht. Dafür mag ich es, dass das Cover durch diese Gestaltung mal etwas anderes ist und kein Gesicht zu sehen ist.

Meine Meinung
Ich kenne zwar „Der Himmel in deinen Worten“ von Autorin Birgid Kemmerer nicht, aber als ich den Klappentext von „Worte, die leuchten wie Sterne“ gelesen habe, haben mich der Inhalt und die anscheinend schwere Vergangenheit der Protagonisten sofort interessiert. In dem Buch geht es um Rev, der eine schlimme Kindheit hatte und nun dabei ist, diese zu verarbeiten. Auch Emma hat ihre Päckchen zu tragen und flüchtet sich gerne in die virtuelle Welt. Als die beiden aufeinander treffen knistert es zwischen ihnen…

Schon vom Klappentext war ich sehr angetan und hatte den Gedanken, dass ich Rev mögen könnte. Beim Lesen hat sich diese Vermutung bestätigt, denn mit Revs trauriger Vergangenheit und seinen schweren Bürden hat er mein Herz sofort erweicht. Er ist ein Charakter, der unter die Haut geht und mit dem man schnell mitfühlt. Gleichzeitig ist er sehr sympathisch und definiert sich nicht nur durch die schwere Zeit, die er hinter sich hat. Seine Verletzlichkeit hat die Autorin wirklich sehr gut getroffen und transportiert.

Emma hingegen fand ich nicht ganz so sympathisch, denn im Vergleich zu Rev wirkte sie etwas zu weinerlich. Ich mag es nicht, wenn Charaktere sich zu sehr selbstbemitleiden. Zwar verstehe ich, dass für Emma ihre Probleme die schwierigsten sind, da sie sie am meisten betreffen, aber im Vergleich zu Rev fällt sie einfach ab. Ich glaube, dass auch genau das das Problem war: Ich habe Emma und Rev immer verglichen und den Vergleich konnte Emma einfach nicht gewinnen.

Die Geschichte der beiden fand ich sehr gefühlvoll und bewegend. Zukünftige Leser sollten sich jedoch bewusst sein, dass es hier durchaus sehr traurig und bedrückend zu geht. Natürlich gibt es auch positive Schimmer, doch beim Lesen legt sich dennoch eine gewisse Schwere auf die Brust. Ich mochte dieses Gefühl gerne, denn ich habe mit den Charakteren (bzw. mit Rev) mitgefühlt und musste mehrfach auch schlucken.

Das Thema Onlinefreundschaften, das durch Emma in die Geschichte getragen wird, fand ich auch gut ausgearbeitet und gerade das Ende nimmt hier eine dramatische Wendung, die zeigt, wie es eben auch zugehen kann. So verbirgt sich in „Worte, die leuchten wie Sterne“ auch eine wichtige Botschaft bzw. ein Warnhinweis, welche in Zeiten der Digitalisierung wichtig sind.

Fazit
Insgesamt hat mich „Worte, die leuchten wie Sterne“ gut unterhalten, wobei ich mir ein wenig mehr versprochen habe. Protagonist Rev hat gehalten, was ich mir erhofft habe, aber Emma war leider so gar nicht mein Fall. Leser sollten sich darauf einstellen, dass diese Geschichte traurig ist. Was mir gut gefallen hat, war das Ende, welches dramatisch war und die Gefahren des Internets aufzeigt.
Gute 3 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband (Rev ist allerdings bekannt aus dem Roman „Der Himmel in deinen Worten“ von der Autorin)

Kommentare:

  1. Hey Laura,

    das Buch klingt sehr interessant.
    Von der Autorin hab ich tatsächlich noch nichts gehört, aber ich werd's mir mal merken :'D

    Liebst,
    Nele

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  2. Hallo liebe Laura,

    ich hatte auch vor allem Probleme mit Emma, mir ihr wurde ich auch nicht richtig warm und genau wie du hatte sie es gegenüber Rhev einfach sehr schwer. Meine Bewertung der Geschichte ist ähnlich ausgefallen.

    Liebe Grüße
    Desiree

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