14. Dezember 2018

[Rezension-Laura] - Die Tornadojäger (Ross Montgomery)






Verlag: Hanser Verlag
Übersetzt von: André Mumot
Reihe: Einzelband
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 288
Altersempfehlung: ab 10
Preis: 15.00 € [D]
ISBN: 978-3-44625-872-3
Bildquelle: © Hanser Verlag







Klappentext
"Tornado-Alarm im Städtchen Barrow, dem Heimatort von Owen und seinen vier Freunden, den unerschrockenen Tornadojägern! Barrow ist anders als andere Orte. Immerzu droht die Gefahr eines Tornados, und die Erwachsenen sind in heller Aufregung. Der 11-jährige Owen muss ständig einen Helm tragen, weil seine Eltern solche Angst um ihn haben. Er darf nicht auf Bäume klettern und soll immer pünktlich zu Hause sein. Owen macht da nicht mehr mit. Zusammen mit vier Freunden will er dem Beispiel seiner Großeltern folgen, die berühmte Tornadojäger waren. Sie wollen dem Sturm ins Auge sehen, allen erwachsenen Ängsten und Kontrollzwängen zum Trotz. Denn ein Leben ohne Abenteuer ist doch kein Leben, oder?“ (Quelle: https://www.hanser-literaturverlage.de)

Gestaltung
Mit dem angedeuteten grauen Tornado, in dessen Mitte in roten Buchstaben auf weißen Papierblättern der Buchtitel schwirrt, passt das Covermotiv super zum Buchinhalt. Auch erregen die knalligen Farben des Titels vor dem blauen Hintergrund sofort die Aufmerksamkeit. Die Kinder, die am unteren Bildrand auf ihren Fahrrädern entlangfahren, sehen mit ihren dunklen Capes sehr geheimnisvoll aus. Zudem passen sie hervorragend zur Geschichte! Ich finde das Cover daher super und schaue es gerne an.

Meine Meinung
Tatsächlich bin ich zunächst durch das Cover auf das Buch aufmerksam geworden und als ich dann den Klappentext las, war ich mir sehr sicher: das ist genau das richtige Buch für mich! Dann zeigte sich mir direkt auf den ersten Seiten, dass ich es hier mit einer ganz besonderen Geschichte zu tun habe, denn schon der Beginn von „Die Tornadojäger“ hat meine Neugierde geweckt. Hier erfuhr ich durch einen Brief von einem jugendlichen Insassen eines Gefängnisses. Doch um wen mag es sich dabei handeln?

Dieser Brief hat mich beim Lesen die ganze Zeit rätseln lassen, denn glücklicherweise wird erst kurz vor Schluss aufgedeckt, um wen es sich beim Insassen handelt. Dies hat mich gebannt an den Seiten des Buches kleben lassen und die Geschichte von dem 11jährigen Owen, der nach dem Brief die Erzählung übernimmt, interessiert verfolgen lassen. Owen ist mit seinen Eltern neu ins Städtchen Barrow gezogen und so gibt es viele erste Male. Wie beispielsweise der erste Tag an der neuen Schule oder das Erkunden des neuen Wohnortes, durch die ich gemeinsam mit Owen das Setting kennen lernen konnte.

Mir gefiel dabei, wie skurril und gleichzeitig glaubwürdig Barrow dargestellt wurde. In der Stadt haben alle Angst vor Tornados und Bärenangriffen, wodurch es zu einigen recht merkwürdigen Regeln (gerade für Kinder) kommt, um die Sicherheit aller zu gewährleisten (und das, obwohl Barrow als der sicherste Ort des Bezirks gilt). Ich fand es amüsant zu verfolgen, wie sehr die Angst doch das Handeln gerade der Erwachsenen bestimmt und wie der Autor Ross Montgomery die Erwachsenen aus Kindersicht darstellt.

Die Kindersicht von Owen war für mich sowieso sehr gelungen, denn dem Autor ist es sehr gut gelungen, die kindliche Sprache einzufangen und Owen Leben einzuhauchen. So lässt sich das Buch auch sehr einfach und schnell lesen. Hinzu kommt, dass ich das Verhalten der Erwachsenen wie Owen es beschreibt, sehr lustig fand und oftmals wirklich schmunzeln oder auch lachen musste, weil die Erwachsenen mit ihrem Tun einfach zum Kopfschütteln waren. Super süß fand ich auch die Illustrationen im Buch, die sich sehr schön auf die Erlebnisse im Buch beziehen und dieses visualisieren!

Sehr gefallen hat es mir, wie der Autor in diese lockere, humorvolle Sichtweise und Geschichte ernste Themen eingewoben hat. So verdeutlicht „Die Tornadojäger“ sehr schön, dass alle Menschen Angst vor irgendetwas haben, auch wenn sie vielleicht den Anschein machen, dass dem nicht so ist. Ich finde auch, dass das Buch verdeutlicht, dass es okay ist, Angst zu haben und dass man durch seine Ängste und die Überwindung dieser (oder auch das Leben mit ihnen) mutig wird. So hat das Buch eine sehr wichtige Botschaft, die mich sehr bewegt hat und die mir unglaublich gut gefallen hat. Für mich war sie eigentlich sogar das Beste am ganzen Buch!

Sehr cool fand ich auch Owen, der unter einem „Verzögerten Schockreflex-Syndrom“ leidet und daher zusammenzuckt nachdem er sich erschrocken hat. Deswegen wollen seine Eltern, dass er einen Helm trägt, wodurch er in der Schule natürlich auffällt. Doch Owen lässt sich nicht unterkriegen und genau das macht ihn total sympathisch, bewundernswert und stark. Seine vier neuen Freunde fand ich auch sehr facettenreich, denn jeder hat seine Stärken, aber auch Schwächen, die sich mit der Zeit zeigen. Das Freundschaftsband, das zwischen den fünf Kindern entsteht, war wirklich spürbar, denn bei ihrem neu gegründeten „Tornadojäger“-Klub und ihren Abenteuern wird ihr Zusammenhalt sehr deutlich.

Fazit
Mir hat „Die Tornadojäger“ ausgesprochen gut gefallen, da das Örtchen, in dem das Buch spielt, wirklich skurril ist und die Handlung Humor mit ernsten Themen mischt. Die Kinder haben mir super gut gefallen, da sie alle sehr verschieden sind und super zusammenhalten. Ihre Sichtweise hat der Autor auch klasse dargestellt. Zudem mochte ich die Botschaft des Buches sehr, denn es geht um Angst und Mut und darum, dass es vollkommen in Ordnung ist, ängstlich zu sein, da jeder Mensch Angst hat. Gleichzeitig ist die Handlung aber auch sehr spannend und außergewöhnlich mit ihren „Tornadojägern“!
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

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