10. August 2019

[Rezension-Laura] - Der Eisblumengarten (Guy Jones)






Verlag: Sauerländer Verlag
Übersetzt von: -
Reihe: Einzelband
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 330
Altersempfehlung: ab 10
Preis: 13.00 € [D]
ISBN: 978-3-7373-5648-0
Bildquelle: © Sauerländer Verlag







Klappentext
"Jess sehnt sich danach, wie alle anderen Kinder in die Schule zu gehen oder mit Freundinnen draußen in der Sonne zu spielen – aber Jess ist ein Mondscheinkind. Ihre Haut ist so lichtempfindlich, dass sie nur bei Dunkelheit oder in einem Schutzanzug ins Freie darf. Eines Nachts schleicht sie sich heimlich aus dem Haus und entdeckt einen zauberhaften Garten, der völlig aus Eis besteht. In ihm lebt sogar ein Junge aus Eis: Owen. Er und Jess werden Freunde. Bei einem von Jess' nächtlichen Besuchen schenkt Owen ihr eine Muschel aus Eis – und Jess ist auf wundersame Weise plötzlich geheilt. Doch der Eisblumengarten beginnt zu schmelzen und auch Owen wird von Mal zu Mal weniger. Und irgendwann begreift Jess, dass sie ihren Freund nur retten kann, wenn sie das kostbare Geschenk zurückgibt ...“ (Quelle: https://www.fischerverlage.de)

Klappentext
Mit dem wunderschönen Covermotiv hat das Buch sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Vor dem dunkelblauen Hintergrund strahlen die hellblau-weißen Zweige und Blumen geradezu. Zudem mag ich die Blüten und ihre zarten Farben echt gerne. Dabei finde ich es sehr süß, dass auf den Blütenzweigen ein Mädchen und ein Bett stehen. Die kleinen Sterne rund um die Blume lassen sie so wirken, als würde sie funkeln. Dies passt gut zum metallisch-blau schimmernden Titel.

Klappentext
An „Der Eisblumengarten“ sprach mich sofort der Klappentext an, denn in dem Buch geht es um Jess, die unter einer Hautkrankheit leidet, die es ihr untersagt bei Tageslicht nach draußen zu gehen. Darum ist sie nachts unterwegs. Eines Nachts findet sie einen Eisgarten, in dem ein Junge aus Eis lebt. Owen freundet sich mit Jess an und schenkt ihr eine Eismuschel. Danach ist Jess geheilt, doch etwas passiert mit Owen und dem Eisgarten… Ich war neugierig, ob es diesen Eisgarten in der Geschichte wirklich gibt oder ob er sich als das Produkt von Jess‘ Fantasie herausstellen würde.

Auf einfühlsame und leichte Weise bringt der Autor die Krankheit von Jess dem Leser nahe. In meinen Augen umschreibt und beschreibt er diese auch so, dass Kinder sie leicht nachvollziehen und verstehen können. So begleitet der Leser Jess‘ Alltag: ob Krankenhausbesuche oder Unterricht zu Hause. Nun könnte man denken, dass dies eine traurige, eintönige Geschichte ist, aber Guy Jones schafft es, Jess Leben nicht trostlos darzustellen und auch Abwechslung und Spannung in die Geschichte zu bringen. Auch Jess‘ fehlende Freundschaften sind ein Thema, welches ich bewegend fand und gut nachvollziehen konnte.

So ist Jess eine tolle Geschichtenerzählerin und als sie den Eisgarten entdeckt, nimmt die Geschichte eine magische Wendung. Der Eisgarten wird geradezu zauberhaft und atemberaubend beschrieben und sorgt für die kleine Brise Abenteuer in der Geschichte mit dem wichtigen Thema. Besonders gefallen hat mir die Freundschaft, die sich zwischen Owen und Jess entwickelt und wie der Eisgarten es schafft, eine tiefe Freude in Jess zu wecken, denn sie freut sich immer sehr darauf, wieder in den Garten zu gehen. Diese Gefühle übertrugen sich in gewisser Weise auch auf mich.

In Bezug auf den Eisgarten fand ich das Verhalten von Jess bewundernswert. Owen schenkt ihr eine Eismuschel durch die sie geheilt wird. Doch der Preis dafür ist hoch. An dieser Stelle möchte ich gar nicht genauer darauf eingehen, denn ich finde, dass diesbezüglich schon der Klappentext etwas viel verrät, aber ich fand die Entscheidung, die Jess an der Stelle trifft, sehr ergreifend. Sie zeigte den tollen Charakter von Jess sehr gut, denn sie ist trotz ihrer Krankheit positiv und fröhlich.

Fazit
In meinen Augen verrät der Klappentext ein wenig zu viel vom Buchinhalt, sodass ich empfehlen würde, diesen nicht zu lesen, um „Der Eisgarten“ in vollen Zügen genießen zu können und überrascht zu werden. Die Idee des Buches gefiel mir sehr, denn einerseits wird eine seltene Erkrankung aufgegriffen und auf verständliche Weise dargestellt. Andererseits gibt es aber auch eine magische Welt, die Zauber in die Geschichte einbringt und eine Freundschaft, die eigentlich jedes Eis zum Schmelzen bringen müsste…
4 von 5 Sternen!

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Einzelband

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