26. Dezember 2019

[Rezension-Laura] - Das Hotel der Erinnerung (Chelsea Bobulski)






Verlag: Carlsen Verlag
Übersetzt von: Anne Brauner, Susann Friedrich
Reihe: Einzelband
Einband: Softcover
Seitenanzahl: 352
Altersempfehlung: ab 14
Preis: 13.00 € [D]
ISBN: 978-3-551-31813-8
Bildquelle: © Carlsen Verlag







Klappentext
"Als die 16-jährige Nell mit ihrem Vater in das Grand Winslow Hotel zieht, hofft sie die dunklen Jahre nach dem Tod ihrer Mutter endlich hinter sich lassen zu können. Das opulente Resort scheint der perfekte Ort für einen Neuanfang zu sein. Doch dann tauchen an den Wänden plötzlich mysteriöse Nachrichten auf. Und Nell wird von Albträumen geplagt, die schlimmer sind als je zuvor. Alles deutet auf eine Tragödie hin, die sich vor Jahrzehnten an diesem Ort ereignet hat. Kann Nell mit Hilfe des Hotelangestellten Alec verhindern, dass sich die schrecklichen Ereignisse wiederholen?“ (Quelle: https://www.carlsen.de)

Gestaltung
Mir gefällt das Cover gut, weil die verschiedenen Bilder mit den bräunlichen Rahmen an alte Sofortbildkamerafotos erinnern und es so aussieht als seien sie mit gelben Tesastreifen an eine weiße Holzwand geklebt worden. Ich finde, dass dies gut zum Hotelsetting des Buches passt, vor allem mit der Farbwahl aus weiß, bräunlich und leichtem gelb. Die roten Blutspritzer deuten dabei auf das Unheilvolle der Geschichte hin und stehen in starken Kontrast zu den hellen Farben des Buches.

Meine Meinung
Angelockt hat mich der Klappentext des Buches, in welchem ein mysteriöses Geheimnis angedeutet wurde. In „Das Hotel der Erinnerung“ geht es um Nell, die mit ihrem Vater in ein Hotel zieht und dort auf einen Neuanfang hofft. Allerdings geschehen nicht nur mysteriöse Dinge wie Botschaften an Wänden, sondern Nell hat auch furchtbare Albträume. Es scheint so, als sei vor Jahren etwas Schlimmes im Hotel passiert, das sich wohl wiederholt, wenn Nell und der Hotelangestellte Alec es nicht verhindern können…

Besonders geliebt habe ich an „Das Hotel der Erinnerung“, dass die Geschichte so viele Fragen und Rätsel aufgeworfen hat, auf die ich nur nach und nach Antworten erhalten habe. Die Geschichte streut häppchenweise Informationen ein, die man nur langsam zu einem Puzzle zusammenfügen kann. So wird eine große Spannung erzeugt, denn ich überlegte beim Lesen mit und versuchte, herauszufinden, was es mit all den Mysterien auf sich haben könnte. Das hat mir großen Spaß gemacht!

Ziemlich cool fand ich die Verbindung von Gegenwart und Vergangenheit, denn die Geschichte verbindet beide Zeitschienen ziemlich geschickt miteinander. Ich wurde hiervon auch überrascht, da ich zunächst nur mit der gegenwärtigen Geschichte von Nell gerechnet habe. Aber dass auch die Tragödie aus der Vergangenheit aufgegriffen wurde und man auch diese Charaktere kennenlernen konnte, fand ich richtig grandios!

Allerdings war meine Verbindung zu Nell tiefer als zu den Figuren aus der Vergangenheit. Ich kann nicht genau benennen, woran dies lag, aber ich fühlte einfach mehr mit Nell mit. Ich denke, dass dies vermutlich daran lag, dass ich bei ihr das Gefühl hatte, mehr über sie zu wissen und sie besser zu kennen, weswegen ich zu Nell schneller einen Zugang gefunden habe. Jedoch fand ich es super spannend beim Lesen zu überlegen, wie die Verbindung zwischen beiden Protagonistinnen aussehen könnte, wodurch nochmals eine große Schüppe an Spannung drauf gelegt wurde.

Fazit
Ich finde, dass „Das Hotel der Erinnerung“ viele super spannende Lesestunden bereithält, denn das Buch präsentiert dem Leser Fragen über Fragen auf die es nur häppchenweise Antworten gibt. So wurde ich dazu angeregt, mitzurätseln und Vermutungen anzustellen, was großen Spaß gemacht hat. Positiv überraschend fand ich die Verbindung von vergangenen und gegenwärtigen Ereignissen, die klug miteinander verwebt wurden. Dabei konnte ich allerdings einen tieferen Draht zu Protagonistin Nell aufbauen als zu den Figuren der Vergangenheit.
Gute 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

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