1. November 2019

[Interview-Laura] - Mit Mary E. Pearson im Gespräch!

Hallo ihr Lieben!

Ich kann es noch gar nichr richtig fassen, aber ich durfte Mary E. Pearson interviewen!


Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen der Fragen und der Antworten!
Heute möchte ich euch die tolle Buchreihe von Mary E. Pearson näher bringen, denn ich durfte die sympathische Autorin auf der Frankfurter Buchmesse treffen und ihr ein paar Fragen stellen!
Ich musste mich am Samstag erst etwas durch die Halle kämpfen, um zu meinem Termin zu kommen, aber zum Glück hatte ich genügend Zeit eingeplant :)

Ich hoffe, ihr habt Spaß beim Lesen des Interviews. Es ist wie immer ein Gedächtnisprotokoll bzw. eine Verschriftlichung meiner Notizen vom Gespräch!

Die Chroniken der Verbliebenen und der Hoffnung

Als erstes habe ich Mary E. Pearson ein wenig zu ihren Chroniken der Verbliebenen und den Chroniken der Hoffnung gelöchert. Das deutsche Cover von "Klang der Täuschung" ist anders als das englische Cover des Buches (im Original: "Dance of Thieves"). Darum wollte ich gerne wissen, ob die Auorin findet, dass das Mädchen auf dem Cover Kazi ähnelt. Mary E. Pearson liebt das deutsche Cover und sie findet es wunderschön. Besonders gefällt ihr, dass die Büchrücken alle zueinander passen und im Regal nebeneinander richtig toll aussehen. Da Kazi schwarzes Haar hat und man das Mädchen nur von hinten sieht, findet sie, dass das Covermodel aussieht wie Kazi.

Als ich wissen wollte, welchen Charakter aus ihrern Chroniken sie am liebsten mag bzw. ob es einen gibt, sagte die Autorin, dass sie bei der Antwort ein wenig schummeln muss. Generell mag sie die Hauptfiguren gerne. So war sie eben am meisten im Kopf von Lia, immerhin für ungefähr fünf Jahre! Von daher erklärt sich ihre Liebe für Lia wohl am einfachsten, aber auch die Nebencharaktere haben es ihr angetan, weil sie bei diesen mehr Freiheiten hat und es tatsächlich auch leichter sei, diese Figuren zu töten. Sie mag Berdi, Pauline und Gwyneth sehr gerne von den Nebenfiguren.

Im Anschluss sprachen wir darüber, welche Szene am schwersten für die Autorin zu schreiben war. Generell unterschied sie hier in Szenen, die emotional schwer sind und solche, die von der Technik her schwer zu schreiben sind. Beispielsweise fiel es ihr schwer, den Moment zu beschreiben, als Lia jemand bestimmtes heiratet (die, die das Buch gelesen haben, können sich vermutlich denken, um wen es geht).

Eine Inspiration, die Bücher zu schreiben, war es, dass sie zeigen wollte, dass Frauen eine Stimme haben und dass auch Lia eine Stimme hat, zu der sie findet, nachdem ihr niemand zuhörte. Sie ist eine kraftvolle, kluge Protagonistin. Es ist Mary E. Pearson wichtig und es war gleichzeitig auch der Grundgedanke, dass sie zeigen möchte, dass Frauen alles erreichen können, was sie wollen.

Wenn sie schreibt, denkt die Autorin nicht über das Genre nach, sie beginnt einfach zu schreiben und dann kommt die Geschichte zu ihr. Deswegen kann sie auch nicht eindeutig beantworten, ob sie schon immer eine Fantasyreihe schreiben wollte. Jedoch konnte sie sagen, dass sie sich eine ruhige Szene aussuchen würde, wenn sie selber ein Teil ihrer Chroniken der Verbliebenen wäre. Vermutlich würde sie ein Festival wählen und dort in einer Tarverne tanzen (mit Rafe).

Lia flieht in den Chroniken der Verbliebenen vor ihrer arrangierten Ehe, denn sie möchte aus Liebe heiraten. Somit hatte Lia die Wahl zwischen ihrem eigenen Glück und dem Wohlergehen ihres Volkes. Wäre Mary E. Pearson in derselben Situation würde sie sich genauso verhalten wie Lia. Lias Flucht vor der Hochzeit war ihr erster Schritt, um für sich selber und ihre eigenen Wünsche einzustehen. Lias Hochzeit war eine politische, die im Endeffekt auch ihrem Königreich nicht viel geholfen hätte.

Übrigens schreibt die Autorin gerade an einem neuen Buch, über das sie noch nicht so viel verraten durfte. Allerdings ist es ein komplexes Buch mit erwachsenen Charakteren.

Allegemeine Fragen

Mich interessierten die frühen Werke der Autorin brennend und deswegen wollte ich von ihr wissen, was das erste war, das sie jemals geschrieben hat. Es war ein Theaterstück für Ostern als sie acht Jahre alt war, das hauptsächlich aus Dialogen bestand. Wichtigen Einfluss hatte dabei auch ihr Lehrer, welcher sie ermutigt hat, denn sie war die Kleinste und bei Wahlen wurde sie oft als letzte gewählt. Daher bedeutete ihr die Ermunterung viel. Auch betonte sie, dass es wichtig ist, sich bewusst zu sein, welche Wirkung schon ein einziges Wort auf einen anderen Menschen hat. Ich finde diese Erkenntnis sehr bemerkenswert und beeindruckend!

Ihr Schreibprozess beginnt mit der Planung, die vorrangig bei ihr im Kopf stattfindet und mit vielen Post-its. Sie macht sich vor dem Schreiben einen groben Plan und überlegt sich den roten Faden der Geschichte. Auf die Frage, welches Buch sie von allen am liebsten geschrieben hat, antwortete Mary E. Pearson, dass es immer das letzte Buch sei, weil sie dieses immer am "frischsten" im Kopf habe.

Auf der Homepage der Autorin las ich, dass es immer der Entwurf sei, den sie schwer zu schreiben findet. Sie erklärte mir, dass sie als ein Schriftsteller wachsen und sich entwickeln wolle. So war es beispielsweise eine Herausforderung für sie eine Trilogie (Anmerkung: die Chroniken der Verbliebenen umfassen im englischen Original drei Bände) zu schreiben.

Ihre Freunde und Familie ist sehr unterstützend beim Schreiben, da sie ihr Feedback geben und ihr Ehemann stets ihr erster Leser ist, der sogar schon einzelne Szenen lesen darf, um ihr eine Rückmeldung zu geben. Aber auch für all die Fans ihrer Buchreihe ist sie dankbar. Ein Fan hat sich sogar das Cover von "Der Glanz der Dunkelheit" tattoowieren lassen. Allerdings versucht die Autorin negative Kritik zu vermeiden und nicht zu lesen. Man kann nicht erwarten, dass jedem alles gefällt, was man schreibt.

Fun Facts über Mary E. Pearson


Zuguter letzt wollte ich der Autorin gerne noch Fragen stellen, die ihr hoffentlich noch nicht so oft gestellt wurden. So fand ich es interessant, über Lieblingssuperkräfte zu sprechen. Mary E. Pearson träumte beispielsweise schonmal davon zu fliegen und so ist dies ihre Wunsch-Superkraft!

Muskalisch hört sie gerne Ed Sheeran, Tom Odell, Ludivico und auch Pianomusik. Beim Schreiben hat sie eine Playlist, die oft variiert. Mit dem Gewinn von einer Million würde sie nicht viel an ihrem Leben ändern, da sie glücklich ist, wie es ist. Allerdings würde sie sich für den guten Zweck einsetzen und Charity Veranstaltungen machen.

Das für sie schönste Kompliment, das sie je bekommen hat, hat nichts mit dem Schreiben zu tun, sondern einfach damit, dass jemand sie als freundlich bezeichnet hat. Für sie ist es sehr wichtig, dass man freundlich zueinander ist, denn man weiß nie, ob jemand gerade einen schlechten Tag hatte oder was der Gegenüber für Probleme hat. Ein wenig Freundlichkeit kann da schon die Veränderung im Tag eines jeden bringen.

Als Fun Fact über sich selber verriet mir Frau Pearson, dass sie nicht gut in Mathematik ist, aber dass ein guter Mathematiklehrer alles geändert hat. Sie betonte, wie wichtig es ist, dass es mehrere Wege zu Lernen gibt. Als weiteren Fun Fact erzählte sie, dass sie gerne im Garten arbeitet und Unkraut jätet. Außerdem kann sie es gar nicht haben, wenn jemand zu ihr sagt, dass sie etwas aus irgendwelchen Gründen nicht könne. Dies würde sie sofort dazu motivieren besagte Sache auszuprobieren und zu machen. Sie mag Herausforderungen!


Zum Abschluss haben wir noch ein gemeinsames Foto gemacht :)

links: Mary E. Pearson, rechts: ich
Ich danke dem ONE Verlag und vor allem Anna ganz herzlich für die Möglichkeit, Mary E. Pearson zu interviewen!
And thank you Mary E. Pearson for your time, your lovely answers and the nice time!

Ich hoffe, euch hat das Interview gefallen! :)
Eure Laura

Kommentare:

  1. Hi liebe Laura,

    ein sehr schönes Interview mit abwechslungsreichen Fragen. Ich fand die Autorin aber auch einfach wahnsinnig süß und sie hat sich viel Zeit für ihre Fans genommen und war sehr offen. Sehr cool, dass du sie nochmal interviewen dürftest!

    Liebe Grüße
    Desiree

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    Antworten
    1. Hey Desiree!

      Dankeschön, es freut mich, dass dir die Fragen gefallen haben :) Oh ja, ich war (bzw. bin) auch richtig begeistert von ihr! Sie hat auch tolle Ansichten, wie ich finde! Wenn mehr Menschen so denken würden, wäre es vielleicht leichter.

      Liebe Grüße
      Laura

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