26. November 2019

[Rezension-Laura] - Der goldene Kompass (Philipp Pullman)






Verlag: Carlsen Verlag
Übersetzt von: Wolfram Ströle, Andrea Kann
Reihe: Trilogie
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 464
Altersempfehlung: ab 2
Preis: 19.99 € [D]
ISBN: 978-3-646-60457-3
Bildquelle: © Carlsen Verlag







Klappentext
"Lyra Belacqua führt ein unbeschwertes, wildes Leben bei den Gelehrten des Jordan College in Oxford. Immer an ihrer Seite ist Pantalaimon, ihr Tierdæmon. Doch mit der Ankunft von Lyras Onkel, dem düsteren Lord Asriel, beginnt für sie ein gefährliches Abenteuer. Denn es gibt geheime Pläne, die Lyras Welt ins Chaos stürzen: Es geht um gestohlene Kinder und verlorene Dæmonen, um Hexenclans und kämpfende Eisbären – und um eine rätselhafte, weltenverändernde Substanz namens Staub …“ (Quelle: https://www.carlsen.de)

Gestaltung
Durch den bräunlichen Hintergrund hebt sich der goldene Kompass sehr schön hervor, wobei ich es hübsch finde, wie das Gold in das Braun übergeht. Der Kompass scheint von goldenem Glanz, der den im Buch eine wichtige Rolle spielende Staub darstellen könnte, umgeben. Der Titel fügt sich gleichzeitig in den braunen Hintergrund ein sowie er sich auch ein wenig abhebt, denn die Wörter sind von etwas hellerer Farbe.

Meine Meinung
Es ist Jahre her, dass ich das letzte Mal die „His Dark Materials“-Reihe von Philip Pullman gelesen habe und da ich dachte, dass bald der vierte Band erscheint, wollte ich sie gerne nochmals lesen. In „Der goldene Kompass“ geht es um die junge Lyra, die mit ihrem Dæmon Pantalaimon in Oxford lebt. Sie erfährt von Experimenten an Kindern und ihren Dæmonen, die voneinander getrennt werden. Als ihr bester Freund Roger verschwindet ist sich Lyra sicher, dass er entführt wurde, um Teil des Experimentes zu werden. So macht sie sich auf den Weg, ihn zu retten.

An „Der goldene Kompass“ gefiel mir die Idee der Dæmonen besonders gut, denn diese stellen eine Manifestation der eigenen Seele in Tierform dar. Der Mensch und sein Dæmon sind eng miteinander verbunden. In diesem Band gibt es einige Experimente bezüglich der Verbindung von beiden, weswegen es zu enormer Spannung kommt. Auch gefiel mir die Idee des Staubs, welcher in diesem Band angeschnitten wird und ein großes Geheimnis darstellt. So rätselte ich beim Lesen nämlich, was der Staub sein könnte. Auch fieberte ich mit den Kindern und ihren Dæmonen mit, da ich um sie bangte und hoffte, dass die Experimente ihnen nicht schaden würden.

Die Handlung ist wirklich komplex. Manchmal vielleicht sogar zu komplex, denn ich hatte immer mal wieder das Gefühl, als würde ich nicht alles in seiner gänzlichen Tiefe erfassen können und als würde mir manches Detail entgehen. Ich finde es jedoch sehr beeindruckend, wie detailliert und vielfältig die Handlung aufgebaut ist. Trotz dieses kleinen Kritikpunktes konnte mich die Geschichte aber dennoch überzeugen, denn über den vielfältigen Verbindungen und hinter der Handlung liegenden Andeutungen gibt es einen klaren roten Faden, dem ich sehr gut folgen konnte.

So begleitete ich Lyra auf ihrer Reise von Oxford in die Arktis. Dabei besteht sie so manch eine Gefahr und findet viele neue Freunde und Verbündete. Ihrem Weg konnte ich gut folgen und mich ganz darauf einlassen. Ich fand ihre Erlebnisse auch unglaublich spannend, denn sie besteht Kämpfe, flieht vor Verfolgern und vieles, vieles mehr! Außerdem zeigt ihr Weg die Vielfalt der Figuren, denn neben den Dæmonen gibt es auch sprechende Eisbären, Hexen und andere magische Wesen, die den Weltentwurf von „Der goldene Kompass“ noch viel interessanter machen als ohnehin schon, da die Welt so wirkt wie unsere, aber mit einem magischen Touch! Auch die Atmosphäre der Geschichte ist sehr einnehmend, denn die Welt wirkt ein wenig altmodisch und wie aus einer anderen Zeit.

Fazit
Abgesehen davon, dass ich manchmal das Gefühl hatte, nicht die gesamte Komplexität der Handlung vollends erfassen zu können, konnte mich „Der goldene Kompass“ mit seinem wundervollen Weltkonzept und der Handlung rund um Lyras Reise überzeugen. Lyras Weg sorgt für Klarheit in der Geschichte und sie erlebt so viele Gefahren, dass es unheimlich spannend ist, ihr zu folgen. Die Rätsel um die entführten Kinder und den Staub erzeugen dabei eine Neugierde, derer man sich nicht entziehen kann, da man wissen möchte, welche Rätsel in der Geschichte verborgen sind.
Sehr gute 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
0. Über den wilden Fluss
1. Der goldene Kompass
2. Das magische Messer
3. Das Bernstein Teleskop
4. Ans andere Ende der Welt (erscheint am 05.03.2020 auf Deutsch)

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