29. März 2019

[Rezension-Laura] - Drowning (Rachel Ward)






Verlag: Carlsen Verlag
Übersetzt von: Uwe-Michael Gutzschhahn
Reihe: Einzelband
Einband: ebook
Seitenanzahl: 304
Altersempfehlung: ab 14
Preis: 10.99 € [D]
ISBN: 978-3-646-92463-3
Bildquelle: © Carlsen Verlag







Klappentext
"Wasser ist der Ursprung alles Lebens, sagt man. Für Carl ist es nur eins: tödlich!

Es war ein tragischer Unfall, sagt die Polizei. Carl soll mit seinem Bruder Rob und dessen Freundin Neisha am See gewesen sein. Jetzt ist Rob tot, Neisha hat panische Angst und Carls Gedächtnis ist wie ausgelöscht. Alles ist ihm fremd – seine Mutter, sein Zuhause, seine Sachen. Und obwohl jeder behauptet, dass die Brüder sich nahe gestanden haben: Carl empfindet keine Trauer. Dafür fühlt er sich zu Neisha hingezogen. Ist er ein gefühlskaltes Monster? Und wieso glaubt er, Robs Stimme zu hören, wenn der doch ertrunken ist?“ (Quelle: https://www.carlsen.de)

Gestaltung
Das dunkle Blau des Covers lässt es ziemlich bedrohlich wirken. Vor allem wirkt das Wasser, das im Hintergrund zu sehen ist, durch diese Farbwahl sehr angsteinflößend. Die wenigen, hellen Lichtreflexe können diesen Effekt auch nicht neutralisieren. Vielmehr lassen sie das Wasser glaubwürdig echt aussehen. Die orangene Schrift des Titels strahlt vor diesem düsteren Hintergrund geradezu hervor.

Meine Meinung
Als ich den Klappentext gelesen habe, hatte ich direkt eine Gänsehaut. Das war auch der Grund für mich, warum ich zu „Drowning“ gegriffen habe. In dem Buch geht es um Carl, der sein Gedächtnis verloren hat und dem erzählt wird, dass er zusammen mit seinem Bruder Rob und dessen Freundin Neisha an einem See war. Dort starb Rob und Neisha hat nur noch panische Angst. Doch Carl trauert gar nicht um seinen Bruder und er hört Robs Stimme…

Die Spannung wird in dieser Geschichte dadurch erzeugt, dass der Protagonist Carl nach und nach seine Erinnerungen wiedererlangt und sich auf die Suche nach den Geschehnissen am See macht. Außerdem scheint er mit Rob verbunden zu sein, auf geheimnisvolle Weise. Dies sorgt für Rätselspaß und wildes Spekulieren, was ich beim Lesen immer unheimlich gerne mag. So kann man schön überlegen und rätseln, was wohl am See geschehen sein mag und was es mit der Verbindung zu Rob auf sich haben könnte. Besonders rätselhaft ist, dass die Brüder miteinander kommunizieren, wenn Carl nass ist…

Diesbezüglich hat es mich jedoch etwas gestört, wie oft es in der Geschichte regnete, irgendetwas feucht war oder es in irgendwelchen Häusern oder Wohnungen nass war. Das wirkte auf mich doch schon zu stark konstruiert und gewollt, damit die Brüder miteinander in Verbindung treten können. Und es hat mich beim Lesen doch auch echt gestört, weil ich dem Buch dann jedes Mal zurief, dass es nicht sein kann, dass es schon wieder irgendwo nass ist. Es war einfach ein wenig zu viel.

Eingebunden wurde in diesen Thriller auch eine kleine, zarte Liebesgeschichte, die ich sehr süß fand. Angesichts der Schicksale der Charaktere, die allesamt nicht ohne sind, sorgen diese Schmetterlingsgefühle für leichtere Emotionen auch beim Leser. Sie sind kleine Ruhephasen in angesichts der bedrückenden Atmosphäre der Geschichte.

Fazit
„Drowning“ ist ein spannender Thriller, der vor allem durch die Suche nach den Erinnerungen des Protagonisten für Spannung sorgt. Eine Kleinigkeit fand ich etwas zu überstrapaziert und deswegen teilweise unrealistisch, aber dennoch hat mich die Handlung an sich überzeugt. Die Liebesgeschichte in diesem Buch ist zart und sie sorgt für leichtere Momente in Mitten des spannungsgeladenen Erinnerungschaos.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

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