9. April 2020

[Rezension-Laura] - Das Schicksal weiß schon, was es tut (Birgid Kemmerer)






Verlag: Dragonfly Verlag
Übersetzt von: Henriette Zeltner
Reihe: Einzelband
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 352
Altersempfehlung: ab 14
Preis: 17.00 € [D]
ISBN: 978-3-748-80011-8
Bildquelle: © Dragonfly Verlag







Klappentext
"Gemeinsam das Leben meistern - mit allen Höhen und Tiefen In einem Augenblick ist Rob der beliebte Sportler, mit dem alle Jungs befreundet sein wollen und dem die Herzen der Mädchen zufliegen. Im nächsten Moment steht er vor einem Scherbenhaufen: Sein Vater hat die Familie in Verruf gebracht, Rob wird zum Außenseiter. Auch für Maegan ist die Schule nach einem entsetzlichen Fehler die Hölle. Ausgerechnet diese beiden müssen gemeinsam an einem Schulprojekt arbeiten. Hat das Schicksal etwa einen Plan für Rob und Maegan? Oder besitzt es einfach nur einen besonderen Sinn für Humor? Trifft mitten ins Herz: Einfühlsam schreibt Brigid Kemmerer über die schwierigen, schicksalhaften Momente des Erwachsenwerdens!“ (Quelle: https://www.harpercollins.de)

Gestaltung
Mit dem weißen Hintergrund, auf dem überall in regelmäßigen Abständen Leinen gezogen sind, auf welchen Vögel sitzen, ist recht außergewöhnlich. Mir gefällt daran, dass das Cover einerseits schlicht ist, andererseits aber auch besonders. Der Titelschriftzug ist in bunten regenbogenfarben gehalten, wodurch er sich von dem blassgrauen Hintergrund super abhebt und die Blicke als erstes auf sich zieht.

Meine Meinung
Ich habe schon ein paar Bücher von Birgid Kemmerer gelesen und war daher gespannt, was ihr neustes Werk für mich bereithalten würde. Ich wusste nicht viel über die Geschichte, nur dass es darum geht, dass der Protagonist Rob vom beliebten Jungen an der Schule zum Außenseiter wird und dass er auf Meagan trifft, die an der Schule auch nicht gerade oben in der Nahrungskette steht. Beide müssen gemeinsam ein Schulprojekt machen. Ist dies etwa Schicksal?

In „Das Schicksal weiß schon, was es tut“ geht es um zwei Jugendliche, die in angespannten familiären Situationen leben und die dadurch auch in der Schule mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. So sind die Hauptthemen des Buches eindeutig familiäre Probleme und Ächtung sowie Hänseleien in der Schule. Ich fand diese ernste Thematik des Buches gut, vor allem weil die Situationen in den Familien von Rob und Maegan ganz unterschiedlich sind, aber beide wichtige Anknüpfungspunkte für jugendliche Leser schaffen.

Die Handlung fand ich insgesamt gut, weil die Hauptfiguren in meinen Augen eine tolle Entwicklung durchgemacht haben. Sind sie zu Beginn noch in ihren schwierigen Situationen und Selbstzweifeln sowie Ängsten verhaftet, so wachsen sie aneinander sobald beide zusammenarbeiten. Es war als würden sie einander heilen und helfen, weswegen ich die Chemie zwischen beiden Charakteren gerne mochte. Es war eine stimmige Harmonie zwischen Rob und Maegan spürbar.

Besonders beeindruckend fand ich die Fülle an Gefühlen, die ich als Leser gemeinsam mit den Protagonisten erlebte. Es war nicht einfach eine Achterbahnfahrt, sondern vielmehr eine Reise durch Einsamkeit, Trauer, Unsicherheit, Selbstschuld, Ablehnung, Hoffnungsschimmer, Zuneigung und vieles mehr. Dabei schafft es Birgid Kemmerer mit wenigen Worten die entsprechenden Emotionen auf den Leser zu übertragen und sie greifbar werden zu lassen.

Auch haben mir die Dialoge zwischen den Figuren gut gefallen, weil sie total ehrlich wirkten und auch authentisch waren. Die Worte zwischen Rob und Maegan zeigten Ablehnung und Distanz bis sie schließlich von Sympathie zeugten. Die Gespräche zwischen beiden habe ich unglaublich gerne verfolgt, weil ich darin ihre Jugendlichkeit wiederfinden konnte und auch ihre Verletzlichkeit. Auch war ich beeindruckt von der Wortwahl der beiden, denn viele Aussprüche von ihnen, fand ich absolut treffend für Gedanken, die vermutlich viele Jugendliche haben. Ich denke, dass sich hierdurch viele Leser in beiden Charakteren wiederfinden können. Ich zumindest habe einige Sprüche für mich mitnehmen können und meine Gedanken in ihnen wiederentdeckt.

Fazit
Die Gedanken von „Das Schicksal weiß schon, was es tut“ fühlten sich grundehrlich an und ich konnte mich in einigen von ihnen wiederfinden, was mir gut gefallen hat. Auch fand ich es gut, dass die beiden Protagonisten sich über den Verlauf der Geschichte hinweg weiterentwickelt haben. Die Gefühlswelt der Figuren wurde auch sehr greifbar dargestellt und dabei gefiel es mir vor allem, welche Fülle an Emotionen dargestellt wurden.
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

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