7. April 2020

[Rezension-Laura] - Spellslinger – Karten des Schicksals (Sebastien de Castell)






Verlag: dtv Verlag
Übersetzt von: Katharina Orgaß, Gerald Jung
Reihe: Hexalogie
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 416
Altersempfehlung: ab 12
Preis: 16.95 € [D]
ISBN: 978-3-423-76276-2
Bildquelle: © dtv Verlag







Klappentext
"Magie ist auch nur Trickserei. Zumindest größtenteils …

Kellen wird bald 16 und steht kurz vor seiner Magierprüfung. Das Problem ist, dass seine Kräfte Stück für Stück schwinden. Und das noch viel größere Problem ist, dass er vom Sohn des mächtigsten Clan-Lords zum Diener absteigen würde, wenn er durchfällt! Doch so schnell gibt er nicht auf. Während andere mit Elementen zaubern, spielt Kellen geschickt mit Worten. Bisher hat er sich so durchs Leben getrickst – und gewinnt sogar sein erstes Duell, auch wenn er dabei fast draufgeht. Glücklicherweise erscheint genau in diesem Moment eine Fremde, die ihn ganz ohne Magie wiederbelebt. Zusammen stoßen die beiden auf Intrigen, die alles infrage stellen, woran Kellen je geglaubt hat.“

Gestaltung
Mir gefällt das Cover total gut, denn es sieht aus wie eine große Karte aus einem Kartenspiel. Dabei sieht man sehr detaillierte Zeichnungen zweier Figuren, die wie bei einer Spielkarte gespiegelt sind. Die Zeichnungen finde ich richtig gelungen und beeindruckend, da sie vom Stil her an Kohlezeichnungen erinnern. Die Kombination aus schwarz, weiß und rot gefällt mir auch sehr gut, weil diese Farbkombination zum Kartenthema passt. Außerdem hebt sich die Gestaltung von anderen Covern auf dem Buchmarkt ab.

Meine Meinung
Seit ich zum ersten Mal von „Spellsinger – Karten des Schicksals“ gehört hatte, war ich Feuer und Flamme für dieses Buch und wollte es unbedingt lesen. Dementsprechend hohe Erwartungen hatte ich an die Geschichte, in der es um Kellen geht, der eine Prüfung ablegen muss, damit er als Magier gilt. Doch Kellens Kräfte werden immer schwächer und wenn er die Prüfung nicht besteht, wird er zum Diener degradiert. Glücklicherweise ist er gut mit Worten, sodass er sein erstes Duell gewinnt. Allerdings läuft nicht alles nach Plan und so hilft ihm eine Fremde. Mit dieser entdeckt er Intrigen, mit denen Kellen im Leben nicht gerechnet hätte…

Wie gesagt, meine Erwartungen waren hoch und sie wurden auch nicht enttäuscht! Besonders positiv ist mir der humorvolle Schreibstil des Autors aufgefallen. Ich muss ja sagen, dass ich überhaupt nicht damit gerechnet hatte, dass dieses Buch auch meine Lachmuskeln anregen würde. Darum wurde ich hier wirklich positiv überrascht. Mich hat der Autor hier total angesprochen und mir mehr als einmal eine große Freude beschert.

Die Handlung hatte genau das, was ich mir erhofft hatte. Sie ist magisch, fesselnd, voller Prüfungen und Wendungen und zum Ende hin haute sie mich einfach nur um. Protaognist Kellen tut sich schwer damit, seine Magie zu entfachen, was angesichts der Magieprüfung, die er ablegen muss, alles andere als vorteilhaft ist. So kommt es zu spannenden und auch dramatischen Situationen, denn die Duelle sind ziemlich schwierig. Total gut gefallen hat mir auch, dass Kellen zusammen mit einer Fremden (Ferius) einer Verschwörung auf die Schliche kommt. So fieberte ich nicht nur angesichts der hohen Spannung der Geschichte mit, sondern überlegte auch angesichts der Intrigen, was uns erwarten würde.

Das Ende war dann das reinste Feuerwerk. Eine Enthüllung folgte direkt auf die nächste, sodass mein Herz zum Rasen gebracht wurde und ich nicht mehr wusste wie mir geschah angesichts all des neuen Wissens. Es war total temporeich und einfach genial gemacht. Auch mochte ich das gesamte Setting mit einer magiebasierten Welt, denn in „Spellsinger“ sind die Magier mächtig und all diejenigen ohne Magie nichts wert. Dabei fand ich gerade das Konzept der Magie total toll, denn bei der Magierprüfung werden Tattoos aktiviert, die mit den Elementen zusammenhängen.

Kellen ist der Protagonist und er ist 15 Jahre alt. Mir gefiel an ihm die Entwicklung, die er im Verlauf des Buches durchmacht, denn er verändert sich und zeigt, dass er seinen Charakter noch formt. Auch gefielen mir sein Ehrgeiz und sein Einfallsreichtum gut. Ferius ist eine Fremde, die Kellen aus der Patsche hilft und wer denkt, dass sich hier eine Liebesbeziehung anbahnt, dem kann ich sagen, dass dem nicht so ist. Dies fand ich persönlich super erfrischend, denn „Spellsinger“ zeigt, dass es keine Liebesgeschichte braucht, um ein geniales Buch zu sein. Kellen und Ferius sind ein sehr ungleiches Paar, das aber ein klasse Gespann für diese Geschichte dargestellt hat. Außerdem ist da noch eine Baumkatze, die für mich der eigentliche Star war.

Fazit
„Spellsinger – Karten des Schicksals“ ist ein wunderbarer Auftaktband, der meinen immens hohen Erwartungen mehr als gerecht geworden ist. Die Geschichte sprudelt vor fantasievollen Einfällen und Humor. Neben dem großen Spaßfaktor kommt aber auch die Spannung nicht zu kurz, denn es gibt einige gefährliche Situationen und eine Verschwörung, die aufgedeckt werden muss. Gerade das Ende dieses Bandes ist ein Feuerwerk an Enthüllungen, die dafür sorgen, dass man am liebsten direkt den zweiten Band lesen würde.
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Spellsinger – Karten des Schicksals
2. Shadowblack (erscheint am 23.10.2020 auf Deutsch)
3. Charmcaster (bereits auf Englisch erschienen)
4. Soulbinder (bereits auf Englisch erschienen)
5. Queenslayer (bereits auf Englisch erschienen)
6. Crownbreaker (bereits auf Englisch erschienen)

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